Eine ungewöhnliche Buchpremiere, an einem ungewöhnlichen Ort, für einen ungewöhnlich jungen und ungewöhnlich erfolgreichen Autor: Das ist die Handschrift von Klaus Kluge, der – Täter kommen immer an den Tatort zurück – sogar den Mut hatte, sich seiner kongenialen Nachfolgerin im Amt zu stellen. Hier die Bilder!.
Vonwegen die Klinik Oskar-Helene-Heim in Berlin Zehlendorf ist seit zehn Jahren geschlossen: Seit gestern Abend weiß man, hier wird hinter verschlossenen Türen experimentiert. Mit Probanden, die schwere Traumata durchgemacht haben, und ihre schrecklichen Erinnerungen für immer vergessen wollen….

Der Droemer Verlag und Thalia hatten zur Buchpremiere von Splitter, dem neuen Psyxhothriller von Sebastian Fitzek, in die ehemalige Klinik geladen. Der Veranstaltungsort war treffend gewählt: Im Mittelpunkt des Romans steht Marc Lucas, der seine schwangere Frau bei einem von ihm verschuldeten Autounfall verloren hat. Am liebsten möchte er das schlimme Ereignis für immer aus seinem Gedächtnis löschen. Da entdeckt er die Annonce zum Amnesieexperiment einer Privatklinik.
Es wurde ein bisschen unheimlich, als sich die geladenen Buchhändler, Journalisten und Fitzek-Fans in der Pathologie der ehemaligen Klinik versammelten. Doch auf dem Seziertisch lag keine Leiche, sondern – das Büfett. Fleischbällchen in blutroter Soße, Spieße in der Nierenschale, Tomatensuppe in Spritzen. Krankenschwestern und Pfleger verteilten Sekt. „Und hier liegt der erste Kritiker meines Buches!“ zur Begrüßung zog Sebastian Fitzek eine Leiche aus der Kühlung und verblüffte damit auch die neue Verlagsleiterin Werbung Kerstin Reitze de la Maza. Eine Führung durchs Krankenhaus war stilecht inszeniert, bevor es dann zur Lesung in den überfüllten Hörsaal der Klinik ging.
Sebastian Fitzeks Auftritte sind legendär. Auch gestern zeigte er, dass er es versteht, sein Publikum zu begeistern. Den rund 400 Zuhörern verriet er peinliche Situationen aus seinem eigenen Leben, die er am liebsten vergessen würde. Zum Beispiel damals, als er sich in den USA im eigenen Hotelzimmer verlaufen hat und statt im Badezimmer im Flur stand. Natürlich war die Türe zu und er musste mit einem kurzen T-Shirt bekleidet zur Rezeption laufen. „Damals hätte ich sofort eine Amnesiepille geschluckt, wenn sie mir die Erinnerung an dieses peinliche Erlebnis geraubt hätte“, so Fitzek.
Simon Jäger, die deutsche Synchronstimme unter anderem von Matt Damon und Heath Ledger, der auch die Hörbücher von Fitzek eingelesen hat, gab eine Kostprobe aus „Splitter“. Neugierig geworden liefen die Zuhörer anschließend zum Büchertisch. Sebastian Fitzek musste noch lange signieren.
Sieht ganz so aus, als könne der Berliner Autor, mit „Splitter“ (Startauflage: 60.000 Exemplare) an den Erfolg seiner bisherigen Bücher anknüpfen. Seit seinem ersten Psychothriller „Die Therapie” genießt er den Ruf als neuer deutscher Star des Psychothrillers. In drei Jahren hat er fünf Bücher geschrieben, die in über 20 Sprachen übersetzt werden und auch in den USA und in England erscheinen.
Heute ist Fitzek schon wieder unterwegs. In Rostock startet er seine Lesereise. Termine unter http://www.sebastianfitzek.de/