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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Janosch kann die Tigerente nicht ausstehen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Statusdienlich“ hätte Thomas Rohde gern das E-Book und findet die Verlage „eher schläfrig“.

David Oels bedauert „einige Lücken“ im Band Der Nationalsozialismus – Die zweite Geschichte, herausgegeben von Peter Reichel/Harald Schmid/Peter Steinbach bei Beck.

Essays von Volkwin Marg in Architektur ist – natürlich nicht (un)politisch bei Prestel.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Ereignisse, aus denen unsere Gegenwart hervorging, versinken niemals im Dunkel“: Hans Natonek/Wolfgang Natonek: Briefwechsel 1946-1962 (Lehmstedt).

„Freier, verantwortungsvoller Journalismus muss refinanzierbar bleiben“, fordert Hubert Burda.

Süddeutsche Zeitung

Kai Wiegandt bespricht William Henry Hudsons Fernab und vor langer Zeit (Achilla Presse). Hudson schrieb die argentinischen Jugenderinnerungen gegen Ende des Ersten Weltkrieges und erzählt darin von „Vögeln und Pflanzen, argentinischen Tyrannen und dem alten Buenos Aires“.

Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2009, der in diesem Jahr für ein Werk der Gattung Lyrik ausgelobt wurde, geht an Gisela Kraft für ihre Übertragung des Gedicht-Bandes Namen der Sehnsucht des türkischen Dichters Nâzim Hikmet.

Benjamin Ziemann rezensiert Robert Chickerings Freiburg im Ersten Weltkrieg. Totaler Krieg und städtischer Alltag 1914-1918 (Ferdinand Schöningh): „Trotz dieser Vielfalt an Themen ist das Buch keine Totalgeschichte des Ersten Weltkrieges“.

Volker Breidecker hat das Frankfurter Literaturfestival Metropolitan. Die erzählte Stadt besucht: Zentral gelegene Orten verwandeln sich in literarische Bühnen und Dichter und Autorin aus aller Welt sind dazu eingeladen ihre Heimatstädte zu vertreten.

Hans-Peter Kunisch kommentiert das 10. Berliner Poesiefestival mit Schwerpunkt südliches Afrika: „Das Echo von morgen“.

Sachbücher des Monats Juli
1. George Steiner: Die Logokraten, Hanser
2. Martin van Crefeld: Gesichter des Krieges. Der Wandel bewaffneter Konflikte von
1900 bis heute
, Siedler
3. Franz Walter: Charismatiker und Effizienzen. Porträts aus 60 Jahren Bundesrepublik
Suhrkamp
4. Peter Zudeick: Tschüss, ihr da oben. Vom baldigen Ende des Kapitalismus, Westend
5. – 6. Wolfgang Kemp: Architektur analysieren, Schirmer/Mosel
Christoph Möllers: Das Grundgesetz, C.H. Beck
7. Tilmann Lahme: Golo Mann, S. Fischer
8. Joscha Schmierer: Keine Supermacht, nirgends. Den Westen neu erfinden, Wagenbach
9. – 10. Louis Begley: Der Fall Dreyfus. Teufelsinsel, Guantánamo, Apltraum der
Geschichte
, Suhrkamp
Isaiah Berlin: Das krumme Holz der Humanität. Kapitel der Ideengeschichte,
Berlin

Besondere Empfehlung von Otto Kallscheuer:
Jürgen Habermas: Philosophische Texte. Studienausgabe in fünf Bänden, Suhrkamp

Die Welt

Heute ohne Buchbesprechungen, aber sie zitiert die Rheinische Post mit dem Bekenntnis von Janosch, dass dieser die Tigerente eigentlich „nicht ausstehen“ kann. Sie sei vor 30 Jahren nur als Nebenfigur entstanden. „Wenn ich heute ein Bild ohne gelb-schwarze Tigerente male, kauft es keiner“, so Janosch. Es sei ärgerlich, dass sein künstlerisches Werk auf diese kleine Figur reduziert werde, so der Kinderbuchautor.

Neue Zürcher Zeitung

„Grenzgänge eines Melancholikers“, seien Cees Nootebooms „sanft unerbittliche Erzählungen“ Nachts kommen die Füchse, die bei Suhrkamp erschienen, so Roman Bucheli.

„Ein Mensch wird vermarktet“ und so lässt Glyn Maxwell in Das Mädchen, das sterben sollte private und öffentliche Dramen wie das Zappen im Fernsehen auf einander kollidieren. Maxwell habe „es auf sich genommen, ein grässliches Buch zu schreiben“, so Bernadette Conrad über den Kunstmann-Titel, von dem sie auch ein wenig fasziniert scheint.

Wer etwas für „Mechanische Eleganz“ im Roman übrig hat, sollte zu Fabio Stassis einen Schachroman Die letzte Partie bei Kein & Aber greifen, so Maike Albath.

Kurz besprochen wir unter:
> „O du mein Anker“: Hazel Rosenstrauch, Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt, Eichborn-Verlag
> „Mitfühlen“: Fritz Breithaupt, Kulturen der Empathie, Suhrkamp-Verlag
> „Wiederkehr der Mythen“: Mythische Wiederkehr. Der Ödipus- und Medea-Mythos im Wandel der Zeiten, Herausgegeben von Bernd Zimmermann, Rombach-Verlag.

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