
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Chinas Wahrheit ist nicht elegant“: Der Chinesische Autor Mo Yan (sein Roman Das rote Kornfeld war auch ein großer Kinoerfolg) erklärt im Interview, „warum die Literatur seines Landes nicht ohne Gewalt auskommt und warum John Updike das nie verstand“.
Kurz: Der Würth-Preis geht an Ilja Trojanow.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das Blatt beginnt einen Vorabdruck von Richard H. Thalers und Cass B. Sunsteins Buch Nudge, wie man mit winzigen Anstößen große Wirkung erzeugt (Econ). Dazu ein Interview mit Thaler als „Gebrauchsanweisung“.
Mehr Literatur wie immer am Wochenende in der Beilage:
Hubert Spiegel ist zum „Ortstermin“ bei Rüdiger Safranski; Michael Neumann kommentiert ein Gedicht aus Gedichte von Daniela Danz (Wallstein).
Alexander Müller schreibt über 8 ½ Millionen, dem „glänzenden Debütroman von Tom McCarthy (Diaphanes).
„Ein ganzer Kraftkerl für die Kunst“: Heinrich Detering über Detlev von Liliencron: Die neue Ausgabe von Ausgewählte Werke bei Wachholtz zeige den Dichter „als einen Begründer der Moderne“.
Die Welt
Guido Knopp (ZDF) beklagt, dass die ARD einen Film (Axel Springer-Vorstandschef Dr. Döpfner ist Co-Autor des Films) über seinen Freund, den Verleger Lord Weidenfeld („eine Kostbarkeit“) am Nachmittag sendet – aber immerhin: „Sonntag, 14.30“ – merken, DVD-Rekorder programmieren!.
Aufmacher in der Beilage „Die literarische Welt“ ist China; der chinesische Autor Yu Hua (kürzlich von ihm erschienen: Brüder bei S. Fischer) schreibt über das Desinteresse der Han-Chinesen an den Uiguren. Und Jaques Schuster attackiert die „Leisetreterei“ der Buchmesse angesichts der Bluttaten dort.
„Buch der Woche“ ist Jesco von Puttkamer Abenteuer Apollo 11 (Herbig).
Süddeutsche Zeitung
Auch hier über China als Gastland der Buchmesse: Axel Rühle schreibt über seine „Eindrücke aus einem Land, das seine Autoren auf Linie halten will“.
Gustav Seibt lobt den Bitterfelder Bogen von Monika Maron: „Ein Stoff wie von Zola“ und Jens Bisky, kommentiert Heinz Duchhardt, der den Mythos um „unseren Reforminister“, den Reichsfreiherren von und zum Stein untersucht hat. (Mythos Stein, Vandenhoek & Ruprecht).
Auch hier kurz gemeldet: Der Würth-Preis geht an Ilja Trojanow.
Und „Döpfners eitler, sehenswerter Film über Lord Weidenfeld“ (ARD, Sonntag, 15.30) wird ebenso vorbesprochen wie „Teuflische Jahre“ über Hans A. Nikel [mehr…] (heute, Arte, 17.15)