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Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis geht im Jahr 2009 an den Schriftsteller Gerd-Peter Eigner. Er erhält den Preis für sein Werk, insbesondere seinen 2008 erschienenen Roman Die italienische Begeisterung (Kiepenheuer & Witsch).
Damit knüpft er an seine großen Romane Golli, Brandig oder Mitten entzwei an. Er erzählt raffiniert und abgründig von der Wiederbegegnung zweier ehemaliger Klassenkameraden im Alter. Vor dem Hintergrund des gelebten Lebens entfaltet sich in ihren Erinnerungen ein Netz aus Projektionen, Phantasmen, Verstrickungen, Verdrängungen und gegenseitigen Abhängigkeiten.
Gerd-Peter Eigner, 1942 in Malapane/Oberschlesien geboren, lebte in verschiedenen Städten und Ländern, bevor er sich wieder in Berlin und in Olevano bei Rom niederließ.
Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 28. November in Darmstadt verliehen. Die Laudatio hält der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Ulrich Horstmann.
Außerdem erhalten Kurt Drawert ein 10-wöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und Kai Weyand ein 10-wöchiges Stipendium am Queen Mary College der University of London.
Die Jury bestand aus der Schriftstellerin Dagmar Leupold und den Literaturkritikern Gregor Dotzauer und Wend Kässens.
Ebenso am 28. November bewerben sich drei Autoren um den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Es lesen Judith Schalansky (Blau steht dir nicht), Clemens J. Setz (Die Frequenzen) und Andreas Stichmann (Jackie in Silber) aus unveröffentlichten Texten. Anschließend vergibt die Jury nach einer öffentlichen Beratung den mit 5.000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturförderpreis an einen der drei Bewerber.