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Amazon dreht weiter an der Forderungsschraube: Neues Gebühren-Diktat

Wieder nutzt Amazon die Zeit, in der vermutlich viele Kunden eher im Urlaub sind: Zur Jahreswende hatte man einseitig die Zahlungs-Konditionen verändert [mehr…]; jetzt flattert den Verlagen die Ankündigung ins Haus, auch Gebühren zu fordern, wenn Liefervorschriften nicht eingehalten werden.

Als Grund dafür wird in der Info an die Verlage angegeben: „Amazon möchte seinen Kunden die größte Auswahl günstiger Preise und den besten Service bieten. Um diese Ziele zu erreichen, sind wir auf die volle Unterstützung unserer Geschäftspartner angewiesen.“ – das heißt: die Lieferanten solen dafür mehr zahlen.

Ab dem 24. August 2009 werden für „eine Nichteinhaltung unserer im Vendor Manual aufgeführten Anforderungen („Non Compliance“) Gebühren“ berechnet – in der Startphase: wird „Amazon eine Gebühr für zurückgewiesene Lieferungen, d.h. für Lieferungen, deren Annahme verweigert wurde, berechnen. In den nächsten Monaten wird dieses Programm um Gebühren für die Nichteinhaltung anderer kritischer betrieblicher Anforderungen erweitert.“

Pro „Annahmeverweigerung“ wird diese 500 Euro für jede verweigerte Annahme betragen und von offenen Forderungen des Lieferanten aus Warenlieferungen“ abgezogen.

Ein Verleger (Name der Redaktion bekannt) hat schon einen Tipp, wie das zu umgehen sei: „Lieferstopp an Amazon und dort dafür selber Power-Seller werden. Für deren Schlamperei(en) bei der Lieferannahme – kommt oft genug vor – wollen wir nicht auch noch zahlen. Die Bücher werden ja in der Regel auch bei libri.de und anderen Versendern geführt.

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