
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Grimmelshausen und kein Ende: Wer hätte das gedacht, dass das erste deutsche Volksbuch in E-Book-Zeiten soviel Furore machen würde! Und eigentlich brauchte es nicht einmal viel dazu: Eine grandiose „Verteutschung“, wie sie Reinhard Kaiser vorgelegt hat [mehr…], und eine ebenso grandiose Ausstattung, wie sie Eichborn diesem Werk aus der „Anderen Bibliothek“ hat angedeihen lassen. E-Book-Fans: Kriegt DAS mal hin!
Annotationen
Wolfgang Hagen Was tun, Herr Luhmann? (Kadmos) und John Harvey Tiefer Schnitt (dtv).
Und die 10 bestverkauften Kinderbücher bei Amazon: Platz 1, 2 und 3: Cornelia Funke. Überraschend auf Platz 8: Max von der Grün: Vorstadtkrokodile.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Volker Meid hat bei C.H. Beck Die deutsche Literatur im Zeitalter des Barock vorgelegt.
Alexandra Kemmerer kümmert sich um neue Bücher zum Völkerrecht: Mark Swatek-Evenstein Geschichte der Humanitären Intervention (Nomos) und Christopher Verlage Responsibility to Protect (Mohr Siebeck)
Annotationen
Andreas Hansert Georg Hartmann (Böhlau) und Simone Weil Anmerkungen zur generellen Abschaffung der politischen Parteien (Diaphranes).
Süddeutsche Zeitung
Cesare Pavese, Giorgio Bassani und Pier Paolo Pasolini haben ihn gelesen, obwohl er – zu Unrecht, findet Volker Breidecker – zur „Trivialliteratur“ gezählt wird: Emilio Salgari. Der Wunderkammer Verlag hat nun Die Geheimnisse des schwarzen Dschungels neu herausgegeben. Der Rezensent meint: „Drei Dinge sind aus dem Erzählkosmos des Emilio Salgari radikal ausgesclossen: die Langeweile, die Moral und die Wahrscheinlichkeitsrechnung.“
Jens Bisky sagt zu Maria-Christina Boerners Hörführer Schinkel in Berlin. Klassizistische Baukunst in der Hauptstadt (Verlag Kunst und Reise): „Leider wurden die Möglichkeiten, die ein Hörführer jenseits des monotonen Vortrats bietet, kaum genutzt.
Thomas Steinfeld nimmt Szilárd Rubin seine schlichte Allegorie ab: Kurze Geschichte von der ewigen Liebe (Rowohlt).
Die Welt
Der Althistoriker Egon Flaig stellter bereits 2006 in einem Artikel in der FAZ die These auf, die Sklaverei sei „ein integraler Bestandteil muslimischer Gesellschaften“. Jetzt legt er bei C. H. Beck eine Weltgeschichte der Sklaverei vor. Berthold Seewald findet, ein „Skandal ist das Buch nicht“, aber: „Die Sklaverei in der islamischen Welt ist komplizierter als Flaig es uns glauben macht.“
Neue Zürcher Zeitung
Fast ganzseitig Trauer über den Tod des Schriftstellers und Publizisten Hugo Loetscher. Mit ihm verliere die deutschsprachige Literatur eine eminente Stimme und die Schweiz einen Intellektuellen, „der mit Sprachwitz, mit grosser Empathie und Weitsicht das Zeitgeschehen kommentierte“, so Roman Bucheli und titelt „Die Ästhetik des Immunen“.
„Nachtgespenster und die Schuld der Gefühle“ überschreibt Franz Haas seine Rezension über den „abgründigen Roman“ Das Leben der Wünsche von Thomas Glavinic bei Hanser.
„Katastrophale Zeitläufte“: Volker Reinhardt schreibt in Blutiger Karneval. Der Sacco di Roma 1527 – eine politische Katastrophe über die Plünderung Roms im Jahr 1527 (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)
„Im Eisblock“: Es sei „ein Jammer“, dass ein „ambitionierter Roman“ wie Tom Rob Smiths Thriller aus der Nach-Stalin-Ära unter dem Titel Kolyma bei Dumont, „der lange Zeit von erstaunlicher erzählerischer Energie vorangetrieben wird, derart dürftig endet“, so Rainer Moritz
„Intrigen und Galanterien“ finden sich in den Briefen der Herzogin von Orléans, die jetzt unter Liselotte von der Pfalz in ihren Harling-Briefen. Sämtliche Briefe der Elisabeth Charlotte, Duchesse d’Orléans, an die Oberhofmeisterin Anna Katharina von Harling, geb. von Offeln, und deren Gemahl Christian Friedrich von Harling, Geheimrat und Oberstallmeister, zu Hannover erschienen sind. Herausgegeben, kommentiert und eingeleitet von Hannelore Helfer im Verlag Hahnsche Buchhandlung.