Angela Merkel muß sich unangenehme Fragen zu Geburtstagsfete von Deutsche-Bank-Chef Ackermann im Kanzleramt gefallen lassen: SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs will von Kanzlerin Angela Merkel Einzelheiten über diese Feier erfahren, meldete der Spiegel heute.
„Das ist ziemlich grenzwertig. Frau Merkel hätte hier sensibler sein müssen“, sagte Kahrs der Passauer Neuen Presse. Die SPD will am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages darüber beraten.
Auch Verlagsberater Horst Windhöfel ist wenig amused über den Vorfall und hat der Kanzlerin folgenden Brief geschrieben (und wir alle dürfen uns als eingeladen betrachten, falls Frau Merkel auch diese Sause abnickt…)
Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin,
mit großer Freude habe ich den Berichten der Medien entnommen, dass Sie sich entschlossen haben, das Bundeskanzleramt für private Feiern zur Verfügung zu stellen. Wie natürlich nicht anders zu erwarten, verlief der erste Test für Herrn Dr. Ackermann und seine hochkarätigen Freunde, außerordentlich erfolgreich.
Da Sie doch die Kanzlerin aller Deutschen sind, sollten Sie allerdings unbedingt daran interessiert sein, gegenüber der Öffentlichkeit klar zu stellen und zu beweisen, dass nicht nur Millionäre, Banker und andere Zocker die Möglichkeit haben, auf Ihre (und damit meine Kosten als Steuerzahler) in Ihrem Haus zu feiern, sondern auch der ganz normale „kleine Mann“, Bürger und Wähler jederzeit für eine private Feier bei Ihnen Willkommen ist.
Ich begehe im Januar im Kreis von ca. 25 – 30 guten Freundinnen und Freunden meinen Geburtstag. Und es wäre für mich und meine Gäste eine große Ehre und Freude, diesen Tag in Ihrem Kanzleramt im festlichen Rahmen zu feiern. Wir können zwar nicht mit den Verdiensten eines Dr. Ackermann aufwarten, aber ich versichere Ihnen, sowohl meine Freunde wie selbstverständlich auch ich sind loyale Bürger, Wähler und Steuerzahler dieser Republik.
Um meine Planung für diesen Tag frühzeitig beginnen zu können, bitte ich Sie, mir möglichst noch vor dem 27. September 2009 mitzuteilen, an welchem Tag im Januar der festliche Rahmen des Kanzleramts mir für meine Geburtstagsfeier zur Verfügung steht. Gerne versichere ich Ihnen, dass ich über die Ihnen dadurch entstehenden Kosten selbstverständlich striktes Stillschweigen bewahren werde.
In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort grüße ich Sie als
Ihr ergebener
– Horst Windhöfel –