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Ulrich Peltzer als 36. Stadtschreiber von Bergen vorgestellt

Ulrich Peltzer

In einer Pressekonferenz im Literaturhaus Frankfurt wurde soeben der neue Stadtschreiber von Bergen vorgestellt. Ulrich Peltzer wird am Freitag, 28. August, während des traditionellen Stadtschreiberfestes offiziell in sein Amt eingeführt.

Der 1956 in Krefeld geborene und seit 1975 in Berlin lebende Preisträger ist vor allem durch seine Großstadtromane bekannt geworden, sein 2007 im Ammann Verlag Zürich erschienenes Buch Teil der Lösung spiegelt die intensive Beobachtung seiner Generation, den Kampf zwischen Idealen und Anpassung, die Suche nach individuellen Freiräumen wider.

Frankfurts Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth würdigte die Romane Ulrich Peltzers, die politisches Bewusstsein spüren lassen ohne politisierend zu wirken. Der Autor komme von der Großstadt Berlin in die kleinere Großstadt Frankfurt, eine Metropole rasanten Wandels auf vergleichsweise kleiner Fläche. „Berlin kommt mir langsamer vor als Frankfurt“, bemerkte Felix Semmelroth. „Der Druck des Geldes fehlt in Berlin, man hat mehr Raum zum Treiben“, erwiderte Ulrich Peltzer, der im Stadtteil Neukölln zu Hause ist. Die Stadt am Main kennt er bereits, da er in den letzten zwei Jahren zusammen mit dem Regisseur Christoph Hochhäuser den Kinofilm „Unter dir die Stadt“ in Frankfurt gedreht hat, gestern war der letzte Drehtag hier.

Helmut Ulshöfer, Ortsvorsteher von Frankfurt Bergen-Enkheim, würdigt die Initiative der damals noch eigenständigen kleinen Stadt, die 1974 den ersten Stadtschreiber Deutschlands kürte.

Zur gegenwärtigen Arbeit befragt, antwortete Ulrich Peltzer, dass sich sein derzeitiger Roman mit Fragen wie „Was macht Glück aus? Wie viel Geld braucht man, um glücklich zu sein?“ auseinandersetzt.

Zur kulturellen Situation in Frankfurt urteilte der Autor, dass es zwar eine Reihe hochkarätiger Kultureinrichtungen gäbe, jedoch der Humus, auf dem Neues entstehen könne, schwierig zu finden sei. Dabei ist er sich mit dem Kulturdezernenten einig, dass nicht alles mit Subventionen erreicht werden könne, vielmehr sind entsprechende Rahmenbedingungen notwendig.

Eine seiner Maximen verkündet Ulrich Peltzer am Schluss der Pressekonferenz: „Ich schaue mir die Speisekarten an und die Immobilienanzeigen und frage mich dann, ob ich in dem Ort leben könnte.“

JF

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