
150 Anmeldungen waren in den Schulen des Deutschen Buchhandels in Seckbach zum Alumni-Treffen am vergangenen Wochenende eingegangen. Die Begegnung ehemaliger Absolventen wurde gleichzeitig als Tag der offenen Tür genutzt.
Das Programm am Samstag begann mit einer Führung über den Campus und staunenden Blicken derjenigen, die seit Jahren nicht mehr in Seckbach weilten: Hier hatte sich so Einiges verändert! Aber es ging nicht nur um Neues, wie beispielsweise die rekonstruierte Campusbuchhandlung, die sanierten Wohn- und Unterrichtsgebäude und die geplanten Maßnahmen zur Umgestaltung der Bibliothek und der Mensa.
Liebevoll hatten die Seckbacher Mitarbeiter nach alten Dokumenten und Fotos gesucht und diese hergerichtet und ausgestellt. Überall begegnete man so Spuren aus der Vergangenheit.
Ausbildungsleiter Dr. Thomas Casagrande wies in seiner Begrüßung in der Mensa auf die Entwicklung vor allem der letzten 20 Jahre hin. 1962 wurde die Buchhändlerschule eröffnet, 1988 kam Thomas Casagrande erstmals hierher und war begeistert. „Diese Branche musste eine ganz besondere Seele haben“, dachte er und ist von diesem Gedanken bis heute überzeugt.
In der Gegenwart ist es wichtig, die Liebe zu den Büchern in die neue Zeit hinüberzutragen.
Monika Kolb-Klausch, seit zwei Jahren Geschäftsführerin der Schulen und Bildungsdirektorin des Börsenvereins, erinnerte an die notwendige kritische Bestandsaufnahme in den Schulen, der eine Neupositionierung folgte. Auf dem 13 000 qm großen Gelände entstand mit Hilfe hoher Investitionen viel Neues. Das Konjunkturpaket II ermöglicht weitere Rekonstruktionen. Das alles hat zur Folge, dass Seckbach als attraktiver Komplex für Seminare zur Verfügung steht. „Wir sind auf der Zielgeraden“, urteilte Monika Kolb-Klausch. Sie erinnerte auch an die vielen Sponsoren, die diesen Weg mit beschritten.
Sowohl in der Ausbildung als auch in der Weiterbildung wurde viel verändert. Seit anderthalb Jahren gibt es elektronische Lernplattformen, wurden entsprechende Tools für Fernlehrgänge und Fachwirtausbildung erarbeitet. Damit ist eine Grundlage geschaffen, die weiter ausgebaut wird.
Im nächsten Jahr werden neue Inhalte für den Ausbildungsberuf Buchhändler verabschiedet, darauf muss sich Seckbach schon heute einstellen.
Um neue Lerninhalte auch nach außen zu dokumentieren, wird die Schule ein neues Logo erhalten, die Geschäftsführerin stellte es den Gästen schon vor.
Im Anschluss daran fanden sich Bernt Ture von zur Mühlen, Dr. Alf Fink und Osama Ishneiwer zum legendären literarischen – an diesem Samstagabend Terzett – zusammen, das an den Schulen des Deutschen Buchhandels ein lange Tradition hat und als Urform des späteren TV-Formats bezeichnet werden kann.
Der Sonntag war weiteren Präsentationen, Campus-Begehungen, Bildungsangeboten und Vorträgen vorbehalten. Weitere Bilder unter www.buchhaendlerschule.de.
JF