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Klingspor Museum zu Gast auf der Buchmesse

Stefan Soltek (l.), Juergen Boos

Sichtlich erfreut zeigte sich Messedirektor Juergen Boos bei der Eröffnung des Buchhändlerzentrums, in dem zwei asiatische Künstlerinnen ihre Werke ausstellten.

Nach mehreren Stunden Diskussion zum E-Book sei es wohltuend, meinte der Messechef, hier kalligrafischen Werken zu begegnen.

Unter dem Titel Chinesisch-Deutsch-Griechisch – Schriftsignale präsentiert das Klingspor Museum Offenbach für Buch- und Schriftkunst Werke der aus Taiwan stammenden Künstlerin Jennifer Tsai und Arbeiten der Kalligrafin Yu Mo Hung Umbach. Museumsdirektor Dr. Stefan Soltek stellt die beiden Künstlerinnen vor.

Jennifer Tsai verbindet in ihren farbigen Tafeln die alte chinesische Tradition der Kalligrafie mit Design. Daraus ist auch ein Film, der animierte Schriftzeichen zeigt, entstanden. Er wird im Anschluss an die Eröffnung des Buchhändlerzentrums gezeigt.

Yu Mo Hung Umbach erläutert die Entwicklung der heute bekannten chinesischen Schrift, die sich ebenso wie andere Schriften aus visuellen Symbolen herleitet. Doch die chinesischen Schriften haben die phonetische Revolution nicht mitgemacht. So sind einerseits Schriften entstanden, die sich an die Ohren wenden und andererseits solche, die sich an die Augen wenden.

Schließlich entstand in China ein Bildzeichensystem, das wie ein Baukasten funktioniert. Einzelne Wort-Zeichen werden miteinander verbunden und erhalten dadurch eine neue Bedeutung, so zum Beispiel Mond und Sonne zur neuen Bedeutung Leuchten.

Yu Mo Hung Umbach hat den Namen Klingspor Museum für Buch- und Schriftkunst kalligrafisch dargestellt, an der Wand daneben hängt ihre aus zehn Tafeln bestehende Installation zur Erläuterung des Slogans Tradition & Innovation.

Damit trotz schöner Kalligrafie auch Besucher, die des Chinesischen nicht mächtig sind, wissen, wer hier ausstellt, malen beide Künstlerinnen den Namen des Museums noch einmal auf Deutsch, senkrecht zu lesen, neben die Tafel.

JF

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