
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Eine Seite zum 90. Geburtstag der Nobelpreisträgerin Doris Lessing.
Kurzrezensionen zu:
Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln, mare
und
Friedrich Ani: Totsein verjährt nicht, Zsolnay
Die Welt
„An schönen Momenten arm“, findet Holger Kreitling Asterix und Obelix feiern Geburtstag bei Ehapa, und erläutert das und den Familienstreit, der in der Familie Uderzo schwelt.
Literatur zur klassischen Musik führt Kai Luehrs-Kaiser auf:
– Klassik für Dummies, Wiley
– 1001 Klassik-Alben, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist
– Ingo Metzmacher: Keine Angst vor neuen Tönen, Rowohlt
– Ingo Metzmacher: Vorhang auf!, Rowohlt
– Daniel Hope: Wann darf ich klatschen?, Rowohlt
– Ulrich Schreiber: Opernführer für Fortgeschrittene, Bärenreiter
– Christiane Tewinkel: Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile?, DuMont
– Jürgen Otten: Die großen Pianisten der Gegenwart, Henschel
Auch hier eine Würdigung Doris Lessings.
Ein weiteres Dokument soll Milan Kundera belasten. Es geht um den Vorwurf des Verrats im stalinistischen Prag. Hans-Jörg Schmidt berichtet.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Die heilige Johanna der Schulbänke“, titelt die FAZ zum Film „Die Päpstin“ nach der Romanvorlage von Donna Cross von Sönke Wortmann, der heute in den Kinos anrollt.
Die erste Lesung von Herta Müller nach der Bekanntgabe des Literaturnobelpreises am 13. Oktober in Essen musste wegen Krankheit abgesagt werden. Nun erhält die Buchhandlung proust wörter + töne die Chance sie als erste in das Filmtheater „Lichtburg“ zu bekommen. Die Veranstaltung sei mit 1200 Karten fast ausverkauft, heißt es. Und nachdem es in der FAZ stand, wohl ganz.
Auch Rumänien habe mit dem Nobelpreis an Herta Müller neue Aufmerksamkeit erhalten, schreibt der Professor und Forschungsstipendiat an der Humboldt Universität Bogdan Iancu und macht sich Gedanken, welche Spuren die Securitate in der rumänischen Verfassungswirklichkeit hinterlassen habe.
„Als Hitler die Pringsheims sammelte“: In seinem Buch „Die wiedergefundene Pracht“. Franz von Lehnbach, die Familie Pringsheim und Thomas Mann geht Dirk Heißerer „in einer spannenden Detektivarbeit“ dem Schicksal der Kunstsammlung von Hedwig und Alfred Pringsheim nach und erforscht gleich noch die Spuren dieser Gemälde im Werk von Thomas Mann mit (Wallstein).
„Nur Goethes Ohrwürmer überlebten“, viel mehr blieb nicht von Goethes Bühnenwerk mit Musik und Tanz. Nachzulesen in „Goethe-Handbuch“ Supplemente Bd1: Musik und Tanz in den Bühnenwerken bei J.B. Metzler.
Als neue Sachbücher werden unter die Lupe genommen:
Heinrich August Winklers Geschichte des Westens bei C.H.Beck. Die konzentriere sich allein auf die Politik und das sei die Stärke aber auch die Schwäche, heißt es unter „Was ist mit der Kultur passiert?“
und
aus dem Buch Herr Tourette und ich (Luebbe) lernen wir von Pelle Sandstrack, dass es ein Tourette-Syndrom gibt und wie sich das anfühlt. Das sind Leute, die zwanghaft Gefahren sehen, dazu gehören auch vermeindlich gefährliche Buchstaben. Die Rezension steht unter der Überschrift, die spätestens seit der Messe wieder auf bekanntes Terrain führt: „Ich habe gelernt, dass es keine normalen Menschen gibt“
Annotiert wird in Kürze unter dem Titel
> „Elektroschock-Blues“: Lioba Happel, land ohne land, edition pudelundpinscher
> „Frauenlebensenergie“: Heike-Melba Fendel, „nur die“. Ein Leben in 99 Geschichten, Hoffmann und Campe
> „Reizstromwäsche“: Tom Schulz, Kanon vor dem Verschwinden, Berlin Verlag
Süddeutsche Zeitung
Burkhard Müller gratuliert der Literatur-Nobelpreisträgerin Doris Lessing zum neunzigsten Geburtstag: „Nasse Katzen aufsammeln“.
„Das kann sich sehen lassen“: Johan Schloemann rezensiert Martin Seels Theorien (S. Fischer): Seel wage philosophische Aphorismen.
„Die achtzig Jahre in Prenzlauer Berg“: Florian Kessler hat sich Rayk Wielands „quietschvergnügten Roman“ Ich schlage vor, dass wir uns küssen (Antje Kunstmann) angeschaut.
SZ-Autoren, Schriftsteller, Kritiker und Literaturwissenschaftler haben über alle Facetten des Werks von Robert Gernhardt geschrieben: Der große Dichter sieht die Dinge größer. Der Klassiker Robert Gernhardt, herausgegeben von Thomas Steinfeld bei S. Fischer.
Asterix wird fünfzig und die SZ-Redaktion widmet diesem Ereignis eine ganze Seite. Der Verlag Egmont Ehapa hat zum Geburtstag einen neuen Band (Nummer 34) herausgebracht: Asterix und Obelix feiern Geburtstag – Das Goldene Album.
Neue Zürcher Zeitung
P. D. James geht in Ein makelloser Tod (Droemer) „weit über das Niveau eines konventionellen Detektivromans hinaus“, findet Thomas David.
Kritik in Kürze:
Sandra Hughes: Maus im Kopf, Limmat-Verlag
Martin Meyer: Piranesis Zukunft. Essays zu Literatur und Kunst, Hanser
Luo Lingyuan: Wie eine Chinesin schwanger wird, Dtv