
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Heute nicht im Briefkasten …
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Politische Bücher:
Reinhard Müller hält Gerhart Baum nach der Lektüre von dessen Rettet die Grundrechte (Kiepenheuer & Witsch) für „auf einem Auge blind“.
Der von Martin Sabrow herausgegebene Band Erinnerungsorte der DDR (Beck) bleibe „mehr Versprechen als Erfüllung“. So zumindest Klaus-Dietmar Henke.
Detlev Möller räumt mit Legenden zum Beginn der Atomkraft auf: Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik Deutschland (Peter Lang).
Wirtschaftsbücher:
„Nicht eben überraschende, aber vernünftige Ergebnisse“ auf der Suche nach Lehren für die Zukunft: Karen Horn vom Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, über Nikolaus Piper: Die Große Rezession. Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft, Hanser.
Bei Carl Heymanns ist ein neuer Kommentar zum StGB erschienen: Helmut Satzger/Bertram Schmitt und Gunter Widmaier legen als Herausgeber des Strafgesetzbuch. Kommentar den Schwerpunkt auf Wirtschaftsdelikte.
Neue Sachbücher:
„Wer in Chinas Abgründe mit chinesischen Augen schauen will, ist mit diesem Buch hervorragend bedient“, meint Christian Geyer über Wie China debattiert, herausgegeben von der Heinrich Böll Stiftung.
Dirk Schümer nimmt Tom Hollands Millenium. Die Geburt Europas aus dem Mittelalter (Klett-Cotta) auseinander. Es hat ihn nicht überzeugt und sprachlich empfindet er es als „Brachialplauderei“.
Peter Seewald: Jesus Christus. Die Biographie (Pattloch) war für Hannes Hintermeier auch kein Vergnügen: „In solchen Wallungen entgleitet dem Autor immer wieder der Gegenstand, die Lebensgeschichte Jesu, weil er sie zwischen den vielen Abstechern in Reiseführer- und Geschichtsbuchprosa, in reale Reportage, fiktive Endzeitcollage und lange Monologe an seine geistlichen Reisebegleiter aus den Augen verliert.“
Zwei Briefbände Johann Friedrich Cottas bespricht Alexander Košenina:
Stephan Askani/Frank Wegner: Cotta. Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger, Klett-Cotta
Ulrike Leitner: Alexander von Humboldt und Cotta, Akademie Verlag
Kritik in Kürze:
–David Eagleman: Fast im Jenseits. Oder warum Gott Frankenstein liest, Campus
– Mark Rowlands: Der Leinwandphilosoph. Große Theorien von Aristoteles bis Schwarzenegger, Rogner & Bernhard
Süddeutsche Zeitung
Der Feuilletonist Ulf Erdmann Ziegler hat bei Wallstein eine Auswahl seiner Essays herausgegeben: Der Gegenspieler der Sonne. Gedankenklötze. Christoph Bartmann hat‘s gefallen.
Das politische Buch:
Hans-Heinrich Nolte „plädiert für eine den globalen Bedürfnissen angemessene Ethik der Staaten, die er nach wie vor als die wichtigsten Akteure des weltweiten Konkurrenzsystems ansieht“, erfährt der Leser in der Rezension von Wigbert Benz zu Noltes Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Böhlau.
Im ZEIT-Magazin ist jede Woche eine Deutschlandkarte zu finden, jeweils unter einem bestimmten Motto. „Die Statistiken sind unterhaltsam und aufschlussreich und sagen manchmal mehr über Deutschland aus als etwa ein politische Landkarte“, betont Rezensent Oliver Bilger nach der Lektüre des Sammelbandes Deutschlandkarte. 101 unbekannte Wahrheiten von Matthias Stolz bei Knaur.
„Lesenswert“ findet Ursula Frey Generalfeldmarschall Walter Model. Eine Neubewertung von Marcel Stein im Biblio Verlag.
Die Welt
Ein Interview mit Jay Dobyn, der zwei Jahre lang undercover bei der kriminellen amerikanischen Motorradgang Hells Angels war. Sein Buch Falscher Engel. Mein Höllentrip als Undercover-Agent bei den Hells Angels ist im Riva Verlag erschienen. Auch in Deutschland sind die Hells Angels aktiv. Erst am Wochenende gab es eine Massenschlägerei zwischen den Duisburger Hells Angels und der rivalisierenden Gruppe der Bandidos.
Neue Züricher Zeitung
Uwe Stolzmann findet, dass sich Andrej Kurkow in „Der Milchmann in der Nacht“ (Diogenes) Mühe gibt, seinem Ruf als Schöpfer absurder Plots gerecht zu werden, indem er eine verwinkelte Geschichte im alltäglichen Wahnsinn Kiews ansiedelt.
„Im Sitzen läuft es sich besser davon“ heißen die Erzählungen von Alois Hotschnig, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Andreas Breitenstein über den schlanken Band: „Kompakt kommen seine Stücke daher, minimal ist ihre Handlung, aber die ganze Welt gerät darin ins Rutschen.“
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Und im SPIEGEL ein Interview mit Suhrkamp– Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz zum Verkauf des Verlagsarchivs nach Marbach.







