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Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller zu Besuch bei den Schulen des deutschen Buchhandels

Herta Müller mit den Schülern des Mediacampus

Es begann mit einem Leseprojekt des Literaturkundeunterrichts am Mediacampus Frankfurt der Schulen des deutschen Buchhandels in Kooperation mit dem Hanser Verlag – und bescherte den etwa 80 Auszubildenden aus Buchhandel und Verlag, die dort derzeit ihren Berufsschulunterricht absolvieren, gestern ein ganz besonderes literarisches Erlebnis: Die Aus- und Weiterbildungsinstitution des Börsenvereins bekam Besuch von Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Literaturdozent Osama Ishneiwer hatte zu Beginn des laufenden Berufsschulkurses das Leseprojekt initiiert: Ganz unabhängig von der späteren Preisvergabe hatte sich der Branchennachwuchs mit dem Werk der Autorin auseinandergesetzt. Ishneiwer: „Alle Auszubildenden lasen die im Hanser Verlag erschienene Atemschaukel. Gemeinsam machten wir uns auf die Reise zu Herta Müllers Texten, setzten uns mit den geschichtlichen Hintergründen auseinander, suchten ihre Sprache und besuchten in diesem Zusammenhang auch Oskar Pastiors Lyrik. Uns ging es dabei insbesondere um das literarische Erleben. Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Werk sowie der real gelebte Zugang zur Literatur im Rahmen der handlungs- und praxisorientierten Arbeit in unserer Campusbuchhandlung fördern das literarische und kulturelle Verständnis auch jenseits der großen Feuilletondebatten.“

Zum Abschluss des Leseprojekts hatte der Verlag einen Besuch der Autorin auf dem Mediacampus ermöglicht und bereits einen Veranstaltungstermin vereinbart – dass Herta Müller nun als Trägerin des Literaturnobelpreises nach Frankfurt kam, verstehen Auszubildende und Kollegium als ganz besondere, große Ehre. Geschäftsführerin Monika Kolb-Klausch: „Dieser Besuch zeigt, welchen Stellenwert Verlag und Autorin dem buchhändlerischen Nachwuchs einräumen und was ihnen eine lebendige Literaturvermittlung bedeutet. Es ist wirklich erwähnenswert, dass auf diese Weise die kulturelle Arbeit der Branche so großartig unterstützt wird. Das war für alle Seckbacher ein unvergessliches Erlebnis.“

Herta Müller las zunächst aus Atemschaukel und stellte sich den Fragen des Publikums. Anschließend erfüllte sie zahlreiche Signierwünsche und gab den Auszubildenden im Gespräch einen Einblick in ihr literarisches Schaffen.

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