An diesem Wochenende lädt Basel auf die BucH.09, das Buch- und Literaturfestival der deutschsprachigen Schweiz. Seit gestern früh sind die Tore der Publikumsmesse geöffnet, auf der 79 zumeist kleine und mittlere, unabhängige Verlage ihre Programme präsentieren.
Ein reiches Veranstaltungsprogramm mit 157 Terminen ist an diesem Wochenende geboten: Evelin Hasler stellte ihr neues Buch Engel im zweiten Lehrjahr vor, unter anderem werden Inge Jens und Urs Widmer erwartet, die mehrfach ausgezeichnete Dostojewskij-Übersetzerin Swetlana Geier wird ebenso wie Jürg Laederach anwesend sein. In einer „Zeltstadt“ finden Veranstaltungen für Kinder statt. Das vollständige Programm ist auf der Homepage der BucH.09 zu finden.
In der textbox. Das kleinste Massenmedium der Welt, die auch schon auf der Buchmesse in Frankfurt anwesend war, kann das Publikum den ganzen Tag Slam Poetry über Kopfhörer hören: „Der Geräuschpegel auf so einer Messe ist immer sehr hoch. Wir wollten einerseits nicht zu einer weiteren Erhöhung des Pegels beitragen, andererseits dem Publikum die Möglichkeit geben, uns wirklich zu hören. ,Vorbeihörenʽ kann man bei uns nicht, sondern muss sich dafür entscheiden“, erläutert Bas Böttcher, der die Box konzipiert und auch gebaut hat.
Am morgigen Sonntag wird zum zweiten Mal der Schweizer Buchpreis verliehen werden, der nach dem Vorbild des Deutschen Buchpreis entstanden ist. Nominiert sind:
– Eleonore Frey: Muster aus Hans, Literaturverlag Droschl
– Jürg Laederach: Depeschen aus Mailand, Suhrkamp
– Angelika Overath: Flughafenfisch, Luchterhand Literaturverlag
– Ilma Rakusa: Merh Meer, Literaturverlag Droschl
– Urs Widmer: Herr Adamson, Diogenes
Die Einbettung der Messe in ein Literaturfestival geht auf Egon Ammann zurück, der die Leitung nach dem Rücktritt des langjährigen Verantwortlichen Matthyas Jenny im März 2007 übernommen hatte. Ammann wird seine Tätigkeit als Festival- und Messeleiter nicht weiterführen. Auf ihn folgt der Präsident des Literaturhauses Hans Georg Signer. Wie im Falle der Frankfurter Buchmesse sollen zukünftig geografische Schwerpunkte geschaffen werden.
In der viersprachigen Schweiz finden drei große Buchmessen statt: In Locarno liegt der Schwerpunkt auf italienischsprachigen Verlagen, in Genf auf französischsprachigen.