
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Überall kommentiert: Das Einlenken von Google [mehr…].
Frankfurter Rundschau
„Ein überwältigendes Denkmal einer Überwältigung“: das sei C.G. Jungs Das Rote Buch (Patmos – Arno Widman hat es sich angesehen.
Streit um eine Publikation aus dem Kempowski-Nachlass: Dem Knaus-Verlag wird vorgeworfen, das Tagebuch von 1989 wegen des zu hohen verlegerischen Risikos nicht veröffentlicht zu haben. Verleger Wolfgang Ferchl hält dagegen: Der Autor habe das Material aus dem jahr 1989 ganz bewusst nicht veröffentlicht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Clemens J. Setz erhält den Bremer Literaturpreis 2010.
Helmut Mayer rezensiert Hans Blumenberg Geistesgeschichte der Technik (Suhrkamp).
Von Luís de Camões gibt es bei Elfenbein Sämtliche Gedichte – natürlich zweisprachig.
Annotationen
Die Spur des Sputnik (Campus) und Die Welt der europäischen Straßen (Böhlau).
Unter Personalien der Woche Margaret Atwood, die am Mittwoch 70 wird.
Neue Wirtschaftsbücher
Tilar J. Mazzeo Veuve Cliquot (HoCa) und Effect of Treaties on Foreign Direct Investment (OUP).
Süddeutsche Zeitung
„Paare, Passanten“: Dennis Hoppers Fotografien hätten etwas „von dem, was bleibt“ fixiert in Photographs 1961-1967, Taschen.
„‚Du bist der allergrößte aller Abendkönige'“, schrieb Klaus Demus, der engste Freund Paul Celans, einst an den großen Lyriker. In der jetzt erschienen Briefausgabe Paul Celan, Klaus und Nani Demus: Briefwechsel bei Suhrkamp lässt sich diese tragische Freundschaft nachvollziehen bis zu dem Punkt, an dem Demus schreibt: „Paul, ich habe den entsetzlichen ganz gewisen Verdacht, dass Du an Paranoia erkrankt bist“. Da brach Celan den Briefkontakt ab.
„Ich kenne da andere Möglichkeiten“, war der Satz des Soziologen Hans-Georg Soeffner, wenn sein Wissen gefragt war, ohne sagen zu wollen, dass er vielleicht etwas besser weiß. Derart würdigt ihn Thomas Steinfeld zum 70. Geburtstag. Bei UVK erscheint derzeit seine Werkausgabe, von der nächstes Jahr der 7. Band auf den Markt kommt.
Das Förderprogramm Textwerk feiert sein zehntes Jubiläum.
Auch hier die Meldung, dass Clemens J. Setz den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis bekommen hat.
Und dann wird noch die aspekte-Sendung kommentiert, aus der Christian Jankowski ein Kunstprojekt gemacht hat, indem er beide Moderatoren auf den Kopf gestellt und die Kamera umgedreht hat. Man gibt den Moderatoren recht, die zwischendurch das ganze als „irgendwie zwischen total ambitioniert und total bescheuert“ beschrieben. Im Beitrag gab übrigens Christoph Links Google mit einfachen Fakten einen auf die Finger.
Die Welt
Lucas Wiegelmann über den Mittelalterspezialisten Heribert Illig.
Heimo Schwilk zum Streit über Kempowskis Tagebuch von 1989.
Hanns-Georg Rodek interviewt Bernd Eichinger und Bettina Oberlin zur Tannöd-Verfilmung.
Der Spiegel
War Shakespeare nur der Strohmann für einen anonym bleiben wollenden Aristokraten? Ist Edward de Vere der wahre Shakespeare? Kurt Kreiler hat darüber bei Insel ein Buch geschrieben: Der Mann, der Shakespeare erfand.
Neue Zürcher Zeitung
„Literatur muss für alle da sein“, sagt der ägyptische Autor Alaa al Aswani unter anderem im ausführlichem Interview mit der NZZ. Mit seinem Roman Der Jakubijan-Bau, deutsch bei Lenos, stieg er zum meistgelesenen Gegenwartsautor in arabischer Sprache auf.
Neue Zürcher Zeitung
Funktionen des Erlebens. Neue Perspektiven des qualitativen Bewusstseins, Matthias Jung/Jan-Christoph Heilinger, DeGruyter
Julien Torma: Euphorismen. Fragmente und Äusserungen, Matthes & Seitz
Wilfried Stroh: Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom, Ullstein