Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 übernimmt das Hansische Druck- und Verlagshaus GmbH Frankfurt (HDV) die Mehrheit der Anteile an der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH Leipzig (EVA) aus dem Besitz der bisherigen Alleingesellschafterin, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS). Der bisherige Geschäftsführer der EVA, Bert Alexander Petzold scheidet aus und legt auch die Geschäftsführung im Evangelischen Medienhauses (EMH) nieder.
Erst gestern wurde in einer kurzen Mitarbeiterversammlung die Übernahme erstmals bekannt. Demnach gibt es wohl ein Bekenntnis zum Standort Leipzig. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, bleibt die EVLKS an dem Verlagshaus beteiligt. In welcher Höhe ist nicht bekannt.

Die Geschäftsführung übernimmt zum 1. Dezember Arnd Brummer, einer der beiden HDV- Geschäftsführer und Chefredakteur des evangelischen Magazins chrismon. Brummer ist mit dem 1. Dezember 2009 auch Geschäftsführer des Evangelischen Medienhauses (EMH) in Leipzig. Namens der Gesellschafterin dankte der Präsident des sächsischen Kirchenamtes, Hans-Dieter Hofmann, dem abberufenen Geschäftsführer für die „gute geleistete Arbeit“, wie es in der Pressemitteilung heißt.
Brummer bezeichnete die Evangelische Verlagsanstalt als einen der kulturellen Leuchttürme zu DDR-Zeiten. Die Marke EVA stand und stehe weiterhin für evangelische Freiheit mit einem ambitionierten Verlagsprogramm, in dem theologische und kirchengeschichtliche Publikationen von höchster Qualität das Bild bestimmten. Deshalb, so Brummer, werde man den traditionsreichen Verlag im Verbund mit der in Frankfurt beheimateten edition chrismon in eine gute Zukunft führen. Der Standort Leipzig sei dabei völlig unbestritten und werde im Rahmen der neuen Beteiligung weiter an Bedeutung gewinnen.







