
(c)Anna McMaster
Es soll eine andere Art von Adventskalender und Fragebogen an die Akteure der Buchbranche werden: Seit Nikolaustag fragen wir täglich bis zu den Heiligen drei Königen in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Wenn’s gefällt, gibt es 2010 eine Neuauflage! Heute wird der Fragebogen von Tulipan-Verlegerin Sascha Nicoletta Simon beantwortet (Foto).
1
Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Als Historikerin gibt es für mich darauf nur eine Antwort: Das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls!
2
Worüber haben Sie sich 2009 am meisten geärgert?
Über die völlig groteske Schulreform G8.
3
Was war 2009 Ihr schönster Erfolg?
Das Erscheinen der Schönfeldt-Bibel mit Bildern von Klaus Ensikat rechtzeitig zur Buchmesse!
4
Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Das Scheitern eines Lizenzprojekts, das uns sehr am Herzen lag.
5
Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?
Eine der schönsten Neugründungen in Berlin: Die Buchhandlung BuchSegler in Pankow. Meine Lieblingsverlage neben Tulipan: Hanser und Berlin-Bloomsbury.
6
Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Von halbherziger, mittelmäßiger Familienpolitik – weil man angesichts dieses deutschen Trauerspiels der Versuchung, nach Skandinavien auszuwandern, ohnehin kaum widerstehen kann.
7
Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Über vorlesende Väter.
8
Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie im kommenden Jahr vermeiden?
Suboptimale Work-Life-Balance.
9
Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Suboptimale Work-Life-Balance.
10
Welches Buch hat Ihnen in diesem Jahr besonders viel Freude gemacht?
„Rita das Raubschaf“ von Martin Klein.
11
Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?
Der Schönfeldt-Bibel zweiter Teil: Das Neue Testament.
12
Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Margarete Mitscherlich.
13
Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
14
Hier können Sie die auch beantworten…
Bücher machen, denn das ist immer noch die schönste Art, auf dem Seil zu tanzen, das zwischen dem Parnasse und dem Schuldturm gespannt ist.
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