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Thomas Thiekötter: „Ich gehe – und ich bleibe“

Thomas Thiekötter

Wie jetzt bekannt wurde, beendete Thomas Thiekötter, langjähriger Geschäftsführer bei Springer Medizin seine Tätigkeit zum Jahresende 2009 für das Unternehmen. Doch sein Arbeitsleben verlässt er damit noch lange nicht.

„Während seiner 32jährigen Karriere hat er den führenden deutschen Fachverlag maßgeblich mit geprägt“, würdigt eine Pressemitteilung seine Tätigkeit. Mit seinem Ausscheiden beendet er zwar sein verlegerisches Wirken, er wird sich allerdings noch lange nicht zur Ruhe setzen. Als Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), bleibt er der Fachwelt erhalten und verlegt mit der neuen Aufgabe seinen Wirkungskreis in die Hauptstadt Berlin.

Aber auch Springer kehrt er nicht gänzlich den Rücken, denn auf Wunsch des Executive Managements wird er der gesamten Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media als Compliance Officer (CO) zur Verfügung stehen. Vorausgegangen war die Einführung eines Code of Conduct in das Unternehmen, also einem Verhaltenskodex zur Sicherstellung international anerkannter Geschäftsstandards. Die Aufgabe eines Ombudsmannes ist es, im Sinne der Einhaltung von rechtlichen und ethischen Prinzipien, im Falle einer Rechtsverletzung oder bei einem Verdacht auf eine solche entsprechend einzugreifen. In dieser Aufgabe wird sich Thomas Thiekötter als neutraler und vertrauenswürdiger Ansprechpartner um die Belange der Springer-Mitarbeiter bzw. der Geschäftspartner kümmern.

Thomas Thiekötter, von Hause aus Psychologe und Naturwissenschaftler, nahm im Januar 1978 seine Tätigkeit bei Springer als Assistent des damaligen Verlegers und Mitinhabers Dr. Heinz Götze auf. Im Laufe weniger Jahre bekam er die planerische Verantwortung über 45 Zeitschriften aus dem wissenschaftlichen Verlagsprogramm übertragen. 1990 gründete er zusammen mit Georg Ralle und Madeleine Hofmann den Verlag Springer Italia in Mailand. Im Jahr 1993 übernahm Thomas Thiekötter die Geschäfte des Steinkopff Verlags, der damals noch in Darmstadt ansässig war. Im Jahr 2004 schließlich wurde er in die Geschäftsführung von Springer Medizin berufen. Seinen Abschied kann keiner besser als er selbst – in seiner bekannt verschmitzten Manier – auf den Punkt bringen: „Ich gehe – und ich bleibe.“

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