Hat das Drumrum- und Rausreden jetzt ein Ende? Bei ihren Ermittlungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs liegt der Staatsanwaltschaft ein erstes Geständnis vor:
Ein Bauarbeiter der neuen U-Bahn-Strecke hat nach Angaben des „Kölner Stadt-Anzeigers“ eingeräumt, dass an der Unglücksstelle bewusst nachlässig gearbeitet worden sei.
So sollen in einer Außenwand, die den U-Bahntunnel sichern sollte, zu wenig Eisenbügel eingeflochten worden sein. Der geständige Bauarbeiter soll laut dem Blatt auf Anweisung seines Poliers gehandelt haben. Die nicht verwendeten Eisenbügel seien an einen Schrotthändler verkauft worden.
Ein weiterer Zeuge soll laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine gleichlautende Aussage gemacht haben. Dem Vernehmen nach halte es die Staatsanwaltschaft jedoch für unwahrscheinlich, dass das Fehlen der Eisenbügel den Einsturz verursacht habe.