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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und „Wie kriminell ist die CD?“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Aufmacher heute: Das Schwarzbuch Deutsche Bahn (C. Bertelsmann) – ein Bericht, über das Desaster-Unternehmen, das sich kaputtspart, das Wort Service nicht buchstabieren kann, aber immer schön die Preise erhöht.

Es gibt Krach um die Finanzierung des Suhrkamp-Archivs: Das MLA will Staatsknete, aber Bernd Neumann hat nicht mal einen Antrag vorliegen, was für Archiv-Chef Ulrich Raulff ein „spitzfindiger“ Vorwurf ist.

Schönes Doppelinterview: der britische Krimiautor David Peace befragt seinen amerikanischen Kollegen James Ellroy.

Martin Suter im Interview über „Steueraffären und Sturköppe“: für sein Heimatland findet er nicht allzuviele freundliche Töne.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gibt erstaunlicherweise immer noch was her: die Hegemann: „Germany’s Next Autoren-Topmodel“, fragt Jürgen Knaube. Aber eigentlich ist nun auch mal gut. Man sollte den ja nicht umfänglicher gewordenen Platz im Feuilleton doch eher für Originalwerke freihalten.

Umgeblättert, und was lesen wir: „Alles nur geklaut“: Keine Angst, nicht schon wieder diese Axo-Lottelei – Philipp Theisohn hat bei Kröner eine „unoriginelle Literaturgeschichte“ mit dem Titel Plagiat verfasst: „Noch nicht einmal das Abschreiben hat Helene Hegenmann selbst erfunden“, ätzt Rezensent Alexander Honold. Natürlich nicht, wie käme Theisohn sonst auf 578 Seiten.

„Eine stupende Geschichtsschreibung der modernen Musik“: Alex Ross The Rest is Noise (Piper).

Historische Argumente für die Sterbehilfe: Bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist Udo Benzenhöfers Der gute Tod?.

Die Welt

„Digitale Übeltäter“, titelt die WELT und fragt: „Wie kriminell ist die CD?“ Im Artikel geht’s um Urheberrechtsverletzungen aller Art, die das Medium erst so richtig möglich gemacht hat, weneiger um die neue „Rechtsauffassung“, die uns im Bundesregierungs-Schmierentheater gerade vorgeführt wird.

Hegemann klein unten rechts auf Seite 3: Der geschädigte Verlag ist an einer gütlichen Regelung interessiert. Haben wir nach dem Interview von gestern [mehr…] auch nicht anders erwartet.

Ein Comic zur Kirchenkrise: Warum ich Pater Pierre getötet habe (Carlsen) von Alfred & Olivier Ka.

„Biografie lässt Lücken“: Sven Felix Kellerhoff rezensiert Eva Braun. Leben mit Hitler von Heike B. Görtemaker (C.H. Beck). Die Subline klingt abschreckend, ist aber keineswegs so gemeint: ein sehr lohnendes Buch, findet Kellerhoff.

Süddeutsche Zeitung

„Das Bermudadreieck ist ein Fünfeck“: So steht’s im Urknallkomplott von Rudi Hurzlmeier und Oliver Maria Schmitt (Edel) – das Buch sei mit dem Begriff „durchgeknallt“ nur sehr unzureichend beschrieben, meint Rezensent augf.

Beat Wyss befreit sich von den Fesseln seiner Jugend: in Nach den großen Erzählungen (Suhrkamp).

Hans-Peter Kunisch rezensiert Sebastian Barrys Ein verborgenes Leben (Steidl).

Zürich ehrt den im vergangenen Jahr gestorbenen Autor Hugo Loetscher mit einer Ausstellung.

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