Das ist doch was, wenn es eine Buchpräsentation sogar in die 20-Uhr-Nachrichten schafft. Aber das lag wohl auch am Thema: Ursula von der Leyen hatte einen Ratgeber zum Thema Arbeitslosigkeit vorgestellt.
Unter dem Motto »Arbeitslose brauchen unkomplizierte Hilfe« hatte die Ministerin am Montag in Berlin den Fackelträger-Titel „Keine Panik! Der Wegweiser aus der Arbeitslosigkeit“ von Silvia Schneider vorgestellt.
Nach der Begrüßung durch Verleger Jürgen Horbach verriet die Arbeitsministerin vor rund 80 Journalisten und vier Kamerateams in der Hertie School of Governance, dass mit dem Abbruch ihres VWL-Studiums nach mehreren Semestern ihr Lebenslauf nicht immer geradlinig verlief. Auch war der Wiedereinstieg in ihren Mediziner-Beruf nach der Geburt ihres ersten Kindes nicht einfach. Zusammen mit dem Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise, der neben der Autorin Silvia Schneider und der Jungunternehmerin Rebecka Michel ebenfalls auf dem Podium saß, forderte sie ein differenziertes Herangehen bei der Beurteilung von Arbeitslosigkeit in der Öffentlichkeit und empfahl den Ratgeber als ersten Schritt für den Weg zurück in eine Beschäftigung.
Das Buch sagt Betroffenen, was sie vom Staat erwarten können und was sie selbst tun können, fordert zur Mitwirkung auf – und macht Mut: Zwar gehen täglich 30.000 Beschäftigungsverhältnisse zuende, aber ebenso viele werden täglich neu eingegangen.