„Luft & Liebe“ hieß das Motto der Luzerner Buchmesse mit 40 Ausstellern und des Literaturfestes mit 30 Autorinnen und Autoren, die vom 5. März bis heute stattfand.
Mitten in der Luzerner Altstadt zeigten vornehmlich feine „Independent“ Verlage und Buchhandlungen Bücher einem interessierten Publikum – das nicht gezählt wird, weil der Eintritt gratis ist. Dabei waren Verlage wie Arco aus Wuppertal, Bilger aus Zürich, Babel aus Denklingen, Katzengraben-Presse aus Berlin, Dörlemann aus Zürich, Mandelbaum aus Wien oder Fahrner & Fahrner aus Frankfurt oder die Libelle unseres Kolumnisten Ekkehard Faude.

Unter den schreibenden Gästen befanden sich Urs Widmer, Peter Stamm und Theres Roth-Hunkeler. Das Buchfest erfreut sich breiter Unterstützung durch Behörden und Sponsorpartner wie beispielsweise die NEUE LUZERNER ZEITUNG.
Nationalrat Louis Schelbert betonte in seiner Eröffnungsrede wie wichtig Buchpreisbindung für den Schutz des Buches ist. Dei beiden Parlamente stimmten vor kurzem für eine Wiedereinführung der festen Buchpreise allerdings nicht für den Online-Handel, was eine neue Debatte auslöste.
Gründer von „Luzern bucht“ und Verleger, Martin Wallimann, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf und erklärte, dass die Idee eigentlich bei der „anderen buchmesse“ in Affoltern im Kanton Zürich entstanden ist, die 2000 bis 2002 durchgeführt wurde, aber wegen mangelnder Unterstützung seitens Kulturverein und Behörden eingestellt wurde. Luzern sei nicht nur als größere Stadt wohl geeigneter für eine etwas andere Bücherschau, sondern hier konnte auch „mehr Begeisterung bei Partnern und Stadtregierung“ gefunden werden.
[Urs Heinz Aerni}