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Frankfurt: Literarische Aspekte der Luminale

Reinhold Behling, Birgit Heuser, Michael Weber
und Willy Praml

An den ersten fünf von sechs Luminale-Tagen (11. bis 16. April) gastiert das Frankfurter Theater Willy Praml in der Lutherkirche. Dort sind vier Stationen zum Thema Licht! Zwischen Düsternis und Helle eingerichtet. Geboten werden Lichttexte der Weltliteratur.

Als Prolog im Kirchenschiff wird vom Ensemble Ariel aus Faust II von Goethe rezitiert. Eine erleuchtende Erquickungsstunde folgt in der Sakristei. Reinhold Behling liest Erstaunliches aus Bibel, Brockhaus, Sprichwörterbuch und Mythologie.

In der Kapelle erzählt Birgit Heuser die Ballade Die Sonne bringt es an den Tag von Adelbert von Chamisso und das Märchen Das blaue Licht der Gebrüder Grimm.

Zur dritten Station des Lichtwegs muss man die Stufen zur Empore hinaufsteigen. Hier heißt es Faust in Lichtgeschwindigkeit, Michael Weber trägt einen Exkurs durch Faust I im Hinblick auf die Lichtanweisungen vor.

Der Mond ist aufgegangen lautet der Titel der letzten Station im Turmzimmer. Beim Licht vieler Kerzen rezitiert Willy Praml Gedichte u.a. von Matthias Claudius, Robert Gernhardt, Friedrich Hölderlin und Johann Wolfgang von Goethe.

Wieder im Kirchenschiff angelangt, folgt hier der Epilog, der Chor aus Faust II, 1. Akt.

Während das Publikum von einer Station zur anderen wandelt, intoniert Organistin Elke Katscher-Reulein Werke von Jean Langlais, Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach und Max Reger.

22quadrat: Lichtzwang heißt eine Lichtinstallation, die dem Lyrikband Lichtzwang von Paul Celan entlehnt ist. Das Kunstprojekt ist im SCALA-Hochhaus in der Frankfurter Solmsstraße zu sehen und stellt die Frage, wieviel Licht sich in einen Kubikmeter zwängen lässt.

Licht zum Anschauen, zum Anfassen, zum Hören – das alles gibt es während der 5. Luminale vom 11. bis zum 16. April nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Offenbach, Darmstadt, Hattersheim-Okriftel, Mainz, Wiesbaden, Aschaffenburg und Großkrotzenburg.
JF

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