
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Antje Rávic Strubel hängt in L.A. fest. Als Autorin des Romans Tupolew 134 ist sie für die FR prädestiniert, über die Vulkanwolke zu schreiben.
„Albernheit und hintergründiger Humor“: Thomas Gsella Blau unter Schwarzen. Gsellammelte Prosa (DuMont).
„Der Krieg als Denkverweigerung“: Judith Butler Raster des Krieges.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Quark mit Kunst“: Louise Jacobs Gesellschaftsspiele (Fahrenheit). Rose-Maria Gropp ist sichtlich verwirrt von dem Buch: „Sofern von Inhalt die Rede sein kann…“
Klett-Cotta hat seine Wilhelm Lehmann-Ausgabe abgeschlossen mit Essays II.
Der Infant von Parma oder Die Ohnmacht der Erziehung heißt das Buch von Elisabeth Badinter bei C.H. Beck).
„Müder Weltensammler mit Flachmann“: James L. Newman Path without Glory. Richard Francis Burton in Africa (Potomac Books).
Verwaiste Stände: Die Londoner Buchmesse ist erschreckend leer. Islands Vulkan ist Schuld. Wie heißt der böse Witz, der dazu derzeit im Internet kursiert? Erst haben sie das Geld verbrannt, dann schicken sie uns die Asche … Einen interessanten Radiobeitrag von Holger Ehling zur Londoner Buchmesse können Sie übrigens hier anhören: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/19/drk_20100419_2310_0eb3af81.mp3
Die Welt
Nichts für uns.
Süddeutsche Zeitung
Klar, daß Berlusconi Roberto Savianos Mafia-Enthüllungen nicht passen. Jetzt hat er wieder was besonders Dummes gesagt: Daß es gerade Bücher über die Mafia seien, die derselben eine Bedeutung gäben, die sie eigentlich gar nicht habe. Kapiert? Dumm nur, daß in Savianos Verlagen Einaudi und Mondadori Berlusconi auch seine Finger irgendwie im Spiel hat. Saviano denkt deshalb laut über einen Verlagswechsel nach, was nun wiederum Marina Berlusconi auf den Plan ruft, Silvios Töchterlein, die natürlich genau weiß, wieviel Umsatz ihr der Bestsellerautor bringt. Sorgen, die man nicht haben möchte!
Finnische Autoren sind derzeit auf Tournee durch die Literaturhäuser Deutschlands.
Olando Figes kennen wir alle? Daß seine Frau als Amazon-Rezensentin die Bücher der Konkurrenten niedermacht, ist jetzt anhand ihrer IP-Adresse rausgekommen. Ihr Pseudo: „Historian“.
Fahrenheit 451 als Graphic Novel? Ja, Tim Hamilton hat’s gemacht, bei Eichborn ist es erschienen.
Wieder eine verlegerische Großtat bei Matthes & Seitz: Band 1 der Erinnerungen eines Insektenforschers von Jean-Henri Fabre ist erschienen.
Neue Zürcher Zeitung
„Die Neuentdeckung der Vergangenheit“: Nach 17 Jahren ist Alain Schnapps Archäologie der Archäologie unter Die Entdeckung der Vergangenheit. Ursprünge und Abenteuer der Archäologie, bei Klett-Cotta endlich auf Deutsch erschienen.
„Kleinere und größere Zugeständnisse“: Ein Portrait über Avishai Margalit mit dem Thema Kompromisse und faule Kompromisse nimmt noch einmal das 1997 erschienene Buch Politik der Würde auf.
„Ziellos unterwegs“: Ulrike Ulrichs Romandébut fern bleiben aus dem Luftschacht-Verlag hat seine Schwächen, wo seine Stärken sind, so Roman Bucheli.
„Der grosse Totentanz“: Die Teufelswerkstatt – Jáchym Topols Roman über die Irrwege der Gedächtniskultur.
Kurz besprochen wird unter.
> „Heiteres Scheitern“: Martin Gessmann, Was der Mensch wirklich braucht. Warum wir mit Technik nicht mehr zurechtkommen und wie sich aus unserem Umgang mit Apparaten wieder eine sinnvolle Geschichte ergibt, Verlag Wilhelm Fink
> „Das Wetter der Revolution“: In Pantoffeln durch den Terror. Das Revolutionstagebuch des Pariser Bürgers Célestin Guittard., ausgewählt und eingeleitet von Wolfgang Müller, mit einem Essay von Volker Müller, Eichborn-Verlag
> „Der General, der kein Held sein will“: Nguyen Huy Thiep, Der pensionierte General, mit Fotografien von Tobias Jacob, Mitteldeutscher Verlag





