Für den 4. Juni ruft das Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) Kulturinstitutionen, Schulen, Radiostationen und interessierte Personen zu einer weltweiten Lesung von Gedichten und Prosa des chinesischen Autors Liao Yiwu auf. An diesem Tag jährt sich das Massaker am Tian’anmen-Platz in Peking.
Ziel der weltweiten Lesung soll sein, das Werk des Autors einer breiteren Leserschaft bekannt zu machen, an das Massaker von 1989 zu erinnern und China im Blick auf die Menschenrechte dringend zu mahnen, heißt es in dem Aufruf.
International bekannte Autoren, darunter Héctor Abad, J. M. Coetzee, Péter Esterházy, Nuruddin Farah, Nadine Gordimer, David Grossman, Javier Marías, Robert Menasse, Péter Nádas und Ilija Trojanow, haben den Aufruf zu der weltweiten Lesung unterzeichnet.
Trotz internationaler Erfolge werden die Texte Liao Yiwus in seiner Heimat nicht publiziert. Die chinesischen Behörden ließen ihn weder zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2009 noch zur lit.cologne ausreisen, heißt es in dem Aufruf weiter. Das ilb sowie das Harbour Front Literaturfestival in Hamburg haben ihn nun für die Festivals im September eingeladen.
Informationen unter www.literaturfestival.com