Loyale Website-Besucher sind bereit für Nachrichteninhalte auch im Internet zu bezahlen. Paid Content stellt somit für die Verlage zukünftig eine interessante Einnahmequelle dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Medienwissenschaftlers Dr. Robin Meyer-Lucht und der Verlagsberaterin Katja Riefler.
Die Studie, die am 29. April 2010 beim BDZV/ZV-Fachtag „Paid Content – Welche Bezahlmodelle funktionieren? vorgestellt wird, bietet auffallende Ergebnisse, wie Werben & Verkaufen daraus berichtet: Nur sieben Prozent der Verlage sind laut der Untersuchung „Paid-Content-Verweigerer“ – sie bieten weder derzeit Bezahlinhalte an, noch haben sie nach eigenen Angaben vor, solche in nächster Zeit einzuführen. Mehr als die Hälfte bittet die Leser jedoch schon in der einen oder anderen Form zur Kasse.
Rund 40 Prozent aller Befragten haben oder planen Apps speziell für das iPhone. Dem Apple-Angebot wird auch attestiert, „besonders zukunftsfähig“ zu sein – auch wenn nicht jeder vom Geschäftsmodell begeistert ist. Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass Paid Content für die Verlage bis in zehn Jahren von hoher wirtschaftlicher Bedeutung sein wird. Gut ein Drittel der Häuser erwartet, dass die Bezahlinhalte in den nächsten drei Jahren fünf bis zehn Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern; ein Fünftel geht sogar von 15 bis 40 Prozent aus. 37 Prozent aller Befragten sehen das etwas nüchterner: Sie glauben, dass der Anteil in den nächsten drei Jahren maximal bei rund fünf Prozent rangiert.
„Beim Thema Paid Content wünschen sich die Verlage demnach „kooperative Ansätze“, so Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation und Multimedia im Verband. Ideen, die Welt nach der Einführung des iPads voraussichtlich Ende Mai und warum die Buchverlage jetzt auf die Zeitschriftenverlage schauen sollten, beleuchtet auch das kommende BuchMarkt-Heft, das kommenden Dienstag auf Ihren Tischen liegt.