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Klett sieht sich gestärkt aus der Krise hervorgegangen / Anzeigenrückgang in der Fachinformationssparte

Die Klett Gruppe sieht sich gestärkt aus dem Krisenjahr 2009 hervorgegangen. So interpretiert der Konzern seine heute veröffentlichte Jahresbilanz 2009.

„Die Unsicherheit zu Beginn des Jahres 2009 hat uns nicht gelähmt, sondern herausgefordert. Und so haben wir das Jahr mit all seinen Unwägbarkeiten recht gut gemeistert,“ kommentiert Arthur Zimmermann, Finanzvorstand der Ernst Klett AG, das gute Geschäftsergebnis.

Der Umsatz der Klett Gruppe stieg 2009 um 6,1 Prozent auf 465,7 Millionen Euro. Das Ergebnis betrug rund 14 Millionen Euro. Daneben belief sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 19,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der Klett AG lag – wie in den Jahren zuvor schon – mit 42,7 Prozent auf einem sehr hohen Niveau. Damit hat die Klett Gruppe für das Jahr 2009 bewiesen, dass sie auch in gesamtwirtschaftlich schwierigen Situationen ihre Marktposition behaupten kann.

Die Zahl der Mitarbeiter der Klett Gruppe lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 2.796 Personen. Im Jahr 2009 brachten diese 2.688 Novitäten auf den Markt, insgesamt waren rund 42.300 Titel lieferbar.

Zuwächse konnte die Klett Gruppe besonders im Bereich der Fachinformation sowie der Erwachsenen- und Weiterbildung verzeichnen. Das im Jahr 2009 neu zur Gruppe hinzugekommene Forum Institut für Management, Heidelberg, hat sich als ideale Ergänzung und Erweiterung des Klett Portfolios erwiesen und zur Umsatzsteigerung erkennbar beigetragen, auch wenn unter den Stammkunden einige krisengeschüttelte Unternehmen waren. Erfreulich entwickelte sich auch das Geschäft mit Schulbüchern, das weiterhin die stärkste Säule der Klett Gruppe ist.

Spürbarer wirkte sich die Krise hingegen im Umfeld der Anzeigenmärkte und auch im Osteuropageschäft aus, was jedoch durch die stabile Gesamtsituation der anderen Geschäftsfelder kompensiert werden konnte. Die Unternehmen der Klett Gruppe haben sich nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr daher insgesamt gut auf dem Markt behaupten können.

Für den vierköpfigen Vorstand ist dies ein deutliches Zeichen, dass sich die dezentrale Struktur des Unternehmens bewährt. „Unsere Dezentralität mit vielen Unternehmern und Unternehmen innerhalb der Klett Gruppe macht uns besonders handlungsfähig in sich wandelnden Märkten, und das Unternehmen steht so auf mehreren stabilen Säulen,“ so Zimmermann. „Der Umgang mit der Krise hat uns stärker gemacht, wir blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft.“

Im Sommer 2009 hat Klett zum zweiten Mal in seiner Firmengeschichte eine Unternehmensanleihe begeben und Anlegern somit die Möglichkeit verschafft, am Wachstum eines stabilen Traditionsunternehmens teilzuhaben. Die Nachfrage nach dem Bildungswertpapier II in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro war groß. Wie schon bei der ersten Anleihe im Jahr 2005 war das Papier nach nur wenigen Wochen vollständig gezeichnet.

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