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Berlin: Standing Ovations für Christa Wolf

Christa Wolf

Buchpremiere gestern Abend in Berlin. Christa Wolf (Foto) stellte in der Akademie der Künste am Hanseatenweg ihren neuen Roman Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud (Suhrkamp) vor. Der Saal war mit mehr als 700 Gästen voll besetzt.

Unter ihnen waren auch Gerhard Wolf, der Ehemann der Schriftstellerin, Verlegerin Ulla Unseld Bercéwicz, Akademie-Präsident Klaus Staeck, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und Schriftsteller wie Volker Braun, Christoph Hein und Jan Faktor.

Der Schriftsteller Ingo Schulze, Direktor der Sektion Literatur der Akademie, führte in das Buch ein und erinnerte an die Ausstellung „Wie man es erzählen kann, so ist es nicht gewesen“, die die Akademie aus Anlass des 75. Geburtstages von Christa Wolf vor sechs Jahren zeigte. Für ihr neues Buch habe sich Christa Wolf viel Zeit gelassen, so Ingo Schulze. Sie schreibe mit großer Offenheit und stelle auch die eigene Person immer wieder in Frage. „Stadt der Engel“ sei ein Gegenstück zu ihrem Tagebuch Ein Tag im Jahr und eine Art Lebensmuster.

Mehr als eine Stunde lang las Christa Wolf Passagen aus ihrem Buch, dessen Titel sich auf Los Angeles bezieht, die Stadt in der sie 1992/1993 auf Einladung des Getty Centers mehrere Monate verbrachte.

Im Gespräch mit Ingo Schulze erfuhr das Publikum, dass das Buch autobiografisch und doch fiktiv ist. Die Ich-Erzählerin sei nicht in allen Punkten mit Christa Wolf identisch. „Es ist viel erfunden“, sagte Christa Wolf und kündigte an, dass das Buch auch in den USA erscheinen wird. Das Hörbuch „Die Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“, gelesen von Christa Wolf, erscheint im Juli im Audio Verlag.

Das Publikum dankte der Schriftstellerin stehend mit lang anhaltendem Applaus. Anschließend eilten viele Besucher zum Büchertisch der Buchhandlung Fürst & Iven. Sichtlich gut gelaunt signierte Christa Wolf noch lange.

ML

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