
Aus 28 teilnehmenden Landessiegern wurden in 2 Gruppen heute Vormittag im Goethe-Haus in Frankfurt am Main die Sieger des 51. Vorlesewettbewerbs gekürt.
In der Gruppe A (Hauptschulen) gewann Madeleen Zambo von der Realschule plus aus Mülheim-Kärlich (Rheinland-Pfalz}, in der Gruppe B (Gymnasien/Realschulen) siegte Tim Becker, Goetheschule Kassel (Hessen).
Die Aufregung der 28 Finalisten, die heute früh um 10 Uhr im Arkadensaal des Goethe-Hauses ihre Plätze einnahmen, war spürbar. Diese Landessieger hatten nicht nur ihre Lieblingsbücher dabei, sondern auch das eine oder andere Kuscheltier, das heftig geknetet wurde. Die Mädchen und Jungen hatten ihr Können bereits unter mehr als 660.000 Teilnehmenden aus den sechsten Klassen von 7.675 Schulen in diesem Jahr erfolgreich unter Beweis gestellt.
Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins, begrüßte die jungen Leserinnen und Leser und die mit angereisten „Schlachtenbummler“. Er versprach eine Veranstaltung, aus der man garantiert mit guter Stimmung nach Hause gehen würde und dankte der Gastgeberin Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Deutschen Hochstifts/Goethe-Museum, dass sie ihr Haus für dieses Finale zur Verfügung stellte.
Die Moderation des Wettbewerbs übernahm Jörgpeter von Clarenau. Er stellte zu Beginn die Jury vor, der die Vorjahressiegerinnen Franziska Kramer und Nadja Sühnel, der Jugendbuchautor Jürgen Banscherus und der Schauspieler und Hörbuchsprecher Jens Wawrczeck angehörten. Der ebenfalls vorgesehene Schauspieler Adnan Maral musste seine Teilnahme absagen: Er wartete zur selben Stunde mit seiner Frau im Kreißsaal auf die Geburt des Kindes.
Dann begann die Gruppe B (Gymnasien, Orientierungsstufen, Gesamt- oder Realschulen) mit ihrem Wettbewerb. Die 12 Vorleserinnen und vier Vorleser traten jeweils zu viert auf die Bühne, jedem Kind blieben etwa knapp fünf Minuten zur Präsentation.
Nach der Pause, musikalisch aufgelockert von Eike Drück am Sayophon, lasen die sieben Mädchen und fünf Jungen der Gruppe A (Haupt- und Mittelschulen) aus ihren Lieblingsbüchern.
Insgesamt 16 Bücher wurden dabei ausgewählt, manche davon mehrfach, wie zum Beispiel Anton taucht ab von Milena Baisch, erschienen im Verlag Beltz & Gelberg, Ein knochenharter Job von Barry Johnsberg, publiziert vom Oetinger Verlag, Die Welt steht Kopf – in der Elternschule von Amina Paul, Arena Verlag und Der Fluch des grünen Skarabäus von Natasha Narayan, Ravensbuger Buchverlag.
120 Bücher hatten die Verlage zur Verfügung gestellt, davon waren noch einige Exemplare übrig, die in der Pause von Marcella Blum verlost wurden. Auf einem Büchertisch konnte man alle 16 von den Vorlesern ausgewählten Titel sehen und auch darin blättern.
Dann wurde es spannend: Jens Wawrczeck verlas die 26 Preisträger der zweiten Preise, sie erhielten Urkunden und ein Medienpaket, gesponsert von Random House Audio (Hörbücher) und dem Verlag Friedrich Oetinger (Bücher).
Die Sieger nahmen aus den Händen ihrer Vorgänger den Wanderpokal entgegen und bekamen von Gottfried Honnefelder Urkunden überreicht.
JF