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Tod und Leben des Pharaos Sahure

Vinzenz Brinkmann und Max Hollein (v.l.)

Besucher der Skulpturensammlung Liebieghaus in Frankfurt am Main können ab morgen bis zum 28. November in das Ägypten vor etwa 4500 Jahren eintauchen. Die Ausstellung Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao präsentiert eine außergewöhnliche Sammlung von Exponaten aus dieser Zeit.

Gleichzeitig wird in einem weiteren Kapitel das Leben des deutschen Forschers Ludwig Borchardt (1863 bis 1938) beleuchtet, der vor allem als Entdecker der Nofretete bekannt ist. Doch er erlangte mit diesem Fund keinen Ruhm, sondern löste vielmehr Streitigkeiten über derlei Fundsachen aus, die bis heute andauern.

Bereits 1907 entdeckte Borchardt den Pyramidenkomplex des Königs Sahure, der sich nur wenige Kilometer von Kairo entfernt in Abusir befand, und erforschte ihn.

Mit einer Gesamtlänge von knapp 500 Metern und 10.000 Quadratmetern Reliefkunst ist die Anlage von Abusir das schönste und reichste Bilderbuch des Alten Reiches. Die Anlage besticht durch strikte Symmetrie und harmonische Farbsymbolik, ein historisches Modell von 1910 nach Plänen Ludwig Borchardts vermittelt einen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des Grabtempels.

Die Exponate, die als Leihgaben aus den Museen von Paris, New York, Kairo und Berlin die bereits vorhandene Sammlung des Liebieghauses kongenial erweitern, legen Zeugnis ab von den hohen Fertigkeiten der damaligen Künstler. Rund neun Kilometer südlich der bekannten Cheops-Pyramide gelegen wurde Abusir ein wichtiges Vorbild für folgende Grabmale.

Ludwig Borchardt, der erfolgreichste Forscher der deutschen Ägyptologie und Begründer der systematischen Grabungstechnik, lebte mit seiner Frau Mimi 40 Jahre in Kairo. 1907 gründete er das Deutsche Institut für Ägyptische Altertumskunde. Er hat zahlreiche Bücher über seine Grabungstätigkeit geschrieben, in der Ausstellung ist ein Bücherschrank mit seinen Werken zu sehen. Kurzfilme informieren über das Leben des Forschers und seine Funde.

Zur Exposition ist im Hirmer Verlag ein über 350-seitiger Katalog, herausgegeben von Vinzenz Brinkmann, erschienen.

JF

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