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Jahrestreffen der Jungen Verlagsmenschen in Leipzig / Michael Hammerer und André Hille neue Vorsitzende

Im schönen Ambiente der GVD Druckerei
Leipzig kamen die Jungen Verlagsmenschen zu
ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen

Mit einem kräftigen Applaus endete die Mitgliederversammlung des Vereins Junge Verlagsmenschen e.V., der in diesem Wochenende zum Jahrestreffen in Leipzig zusammenkam. Der scheidende Vereinsvorstand – Christine Mikliss (Rowohlt), Gesa Jung (freie Lektorin), Claudia Feldtenzer (DVA) und Anke Naefe (Schulen des Deutschen Buchhandels) – hatten ihn für ihr unermüdliches Engagement in den letzten anderthalb Jahren verdient.

Mit einem nicht weniger herzlichen Applaus wurde auch der neue Vorstand begrüßt. Ab sofort lenken Michael Hammerer (Wörterseh) und André Hille (Textmanufaktur) die Geschicke des Vereins. Unterstützt werden sie von Schatzmeisterin Irena Schottner (BW Bildung und Wissen) und Schriftführerin Rieke Marquarding (Hachmannedition).

Als Plattform für den Branchennachwuchs wurden die „Jungen Verlagsmenschen“ im Jahr 2009 ins Leben gerufen [mehr…]. Der Verein hat mittlerweile über 300 Mitglieder, im bundesweiten Netzwerk sind 1.500 junge Mitarbeiter aus Verlagen, Agenturen, Literaturhäusern und anderen buchnahen Institutionen registriert. Das Netzwerk soll den Einstieg in die Branche erleichtern und den Blick über den Tellerrand ermöglichen.

Dazu dient auch das Jahrestreffen, für das rund einhundert junge Verlagsmenschen aus dem deutschsprachigen Raum nach Leipzig kamen. Nach der Mitgliederversammlung und der Vorstandswahl am Samstagnachmittag ging es mit Workshops weiter: Themen wie „Social Media“, „Freies Lektorat“ und „Pressemitteilungen richtig verfassen“ standen auf dem Programm. Eine gemeinsame Party am Abend und ein spätes Sonntagsfrühstück rundeten das Jahrestreffen ab.

Michael Hammerer (l.) und André Hille sind
die beiden neuen Vorsitzenden der
Jungen Verlagsmenschen e.V.

BuchMarkt hat die Gelegenheit genutzt, gleich mit den beiden neuen Vereinsvorsitzenden Michael Hammerer und André Hille über ihre Pläne zu sprechen.

Was hat Sie dazu bewogen, für den Vorstand zu kandidieren?
Michael Hammerer: An den Jungen Verlagsmenschen schätze ich, dass man Kontakte knüpfen und sich austauschen kann. Mir ist wichtig, dass das weitergeführt wird.

André Hille: Bei mir ist es ähnlich. Ich habe vom Verein schon sehr profitiert, in jeder größeren Stadt hat man sofort einen Ansprechpartner aus dem Verlagswesen. Es gibt einen überregionalen Austausch, ständig entstehen neue Ideen. Als wir gehört haben, dass der alte Vorstand zurücktritt, haben wir beschlossen, dass wir uns gemeinsam zur Wahl stellen.

Womit wollen Sie die Jungen Verlagsmenschen voranbringen?
Hammerer: Vieles hat sich bewährt, etwa die Workshops während der Jahrestreffen oder die Auftritte auf der Leipziger und Frankfurter Buchmesse. Der Verein ist immer noch im Wachstum, fast täglich kommen neue Leute hinzu. Zuerst wollen wir uns unter den Mitgliedern umhören, was die Bedürfnisse sind. Anhand dessen wollen wir neue Projekte entwickeln. Unser nächstes großes Ziel sind unsere Aktionen auf der Frankfurter Buchmesse.

Hille: Der Verein könnte noch ein wenig stärker konturiert werden. Was genau ist seine Aufgabe, wen spricht er an? An diesem Wochenende werden wir die Ohren offenhalten. Außerdem erwarten uns viele Kleinigkeiten: Ich würde beispielsweise gern an der Ausrichtung des Newsletters arbeiten. Bisher gibt es keinen Unterschied zwischen den Informationen für Mitglieder des Vereins und des Netzwerks. Die Jobangebote könnten in Zukunft nur noch an Vereinsmitglieder geschickt werden, das würde eine Mitgliedschaft attraktiver machen.

Ist es symptomatisch für den Verein, dass Sie beide aus sehr kleinen Verlagen kommen?
Hammerer: Ich glaube, das sagt eher etwas über das Ehrenamt aus als über den Verein. In einem kleinen Verlag hat man vielleicht mehr Möglichkeiten, sich Zeit freizuschaufeln.

Hille: Das Netzwerk lebt von Leuten sowohl aus kleinen als auch aus größeren Verlagen. Der jetzige Vorstand kam aus großen Verlagen, wir repräsentieren jetzt die andere Seite. Wir arbeiten alle in sehr unterschiedlichen Verlagen, und wir sind über den ganzen deutschsprachigen Raum verteilt: von Bremen über Leipzig und München bis nach Zürich. Das ist ein schöner Querschnitt. Und wir haben ja nach wie vor die Unterstützung des alten Vorstands.

Wo sehen Sie den Verein in einem Jahr, beim nächsten Jahrestreffen, und wo könnte er in zehn Jahren stehen?
Hille: Abgesehen von der Mitgliederzahl wird sich in einem Jahr nicht so viel ändern. Erst einmal wollen wir Kontinuität in die Arbeit bringen, den Verein konsolidieren. Und in zehn Jahren? Das kann man nicht abschätzen. Wir wollen die Arbeit immer an den Bedürfnissen der Mitglieder ausrichten, mal sehen, wie die in zehn Jahren sind.

Katharina Bendixen

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