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Zehn Jahre Ubooks

Andreas Reichardt (l.) und Andreas Köglowitz

Die Ubooks-Verleger Andreas Reichardt und Andreas Köglowitz (Foto) wollten von Anfang an genau die Bücher veröffentlichen, die sie selbst gerne lesen: Abseitiges, Provokantes, Berührendes, Schockierendes. Mittlerweile tun sie das nun schon zehn Jahre lang.

Junge Erwachsene sowie alle Leser, die immer wieder Ungewöhnliches entdecken möchten: Das war von Anfang an die Zielgruppe der Ubooks-Verleger. Welchem Genre ein Manuskript angehört, ist dabei für die Verleger sekundär. Viel wichtiger: Spricht es unsere Zielgruppe an? So entstand im Laufe der Jahre ein vielfältiges Programm. Es reicht von der Anti-Pop-Reihe als Heimat belletristischer Avantgarde über Promi-Biografien, Fantasy-Romane und Erotica bis hin zu Magie und Esoterik. Bücher wie Dirk Berne¬manns „Ich habe die Unschuld kotzen sehen“ wurden zu Best- und Longsellern, als sich noch kein Mensch für Helene Hegemann oder „Feuchtgebiete“ interessierte. Und auch bei den Vampir-Romanen zeigte Ubooks schon zu einem Zeitpunkt konsequent Biss, da niemand diesem Genre Millionenauflagen zutraute.

Für UBooks war das Netz von Anfang an zentrales Kommunikations- und Publikationsmedium. Neben einschlägigen Szenemagazinen waren es vor allem virtuelle Kanäle, über die sich der Ruf der Ubooks-Programme innerhalb der Zielgruppe verbreitete. So ist es kein Zufall, dass der Verlag heute etwa bei Ebooks mit einem Marktanteil von 5 % (GfK-Studie 2009) eine im Verhältnis zu seiner Größe bemerkenswerte Position innehat. Auch bei Buchtrailern hatte man die Nase vorn: Ubooks war 2006 einer der ersten Verlage, der Bücher systematisch über kleine Filme im Internet bewarb.

Ohne das Engagement des Buchhandels allerdings wäre der kleine unabhängige Verlag vermutlich weniger erfolgreich. Dazu Verleger Andreas Reichardt: „Immer mehr Buchhandlungen stellen fest, dass sie mit unseren Büchern richtig Geld verdienen können. Unsere Titel, etwa die Anti-Pop-Reihe, erreichen zudem auch Kunden, die sonst höchstens aus Versehen oder als Begleitpersonen den Weg in eine Buchhandlung finden. Übrigens stammt eine der schönsten Charakterisierungen unseres Programms von einem Buchhändler: Bücher, die Gemurmel und Getuschel vor dem Bücherregal auslösen – besser hätte ich das Ziel unserer Arbeit auch nicht formulieren können.“

Mehr unter www.ubooks.de

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