Die Gewinner im Förderwettbewerb Evolving Books der Senatsinitiative „Berlin – Made to Create“ [mehr…]sind der Berlin Verlag, Cornelsen und der Vergangenheitsverlag.
Der Berlin Verlag wird für die Idee der medialen Überarbeitung von Kinderbüchern mittels Digitalisierung und Erweiterung mit interaktiven Komponenten ausgezeichnet.
Der Vorschlag eines virtuellen Chemiebaukastens vom Cornelsen Verlag beschreibt die Verlinkung des klassischen Lehrbuchs mit einem haptisch erlebbaren Periodensystem mittels der „Augmented Reality Technology“. Eine Idee, den relevanten Lernstoff für die Schüler zukünftig in Medien des 21. Jahrhunderts zu transportieren.
Der Vergangenheitsverlag überzeugte mit einem digitalen Stadtführer zur Geschichte und Gegenwart Berlins in Form einer multimedialen Topografie der Stadt. Kernstück sind Inhalte aus Text, Ton sowie Bild und Video am Fallbeispiel des Schlossplatzes.
Den Sonderpreis von 5.000 Euro erhält das Berliner Pictoplasma Project. Die Digitalisierung der in ihrer Eigenart beispiellosen Enzyklopädie über reduzierte grafische Figuren, sogenannte Icons, soll hiermit gefördert werden, um dem Anspruch, neue Märkte und Leserkreise auch für Nischenprodukte zu gewinnen, gerecht zu werden.
Ein Drittel der 19 Teilnehmer kamen aus der Verlagswirtschaft. Daneben beteiligten sich Unternehmen der Software- und Computerspielbranche sowie der Audio- und Filmproduktion.
Eine hochrangig besetzte Jury hat aus den Einreichungen die drei Projektvorschläge ausgewählt, für deren Umsetzung pro Projekt max. 25.000 Euro als Zuwendung bewilligt werden. Zudem wird den Gewinnern durch die Vorstellung der Projekte auf der Frankfurter Buchmesse sowie im Rahmen des Fachkongresses Homer 3.0 im November ein Forum geboten.
„Die Landesinitiative Projekt Zukunft fördert und vernetzt die Berliner IT- und Kreativwirtschaft. Die Resultate sind beachtlich: Das Cluster ist in den vergangenen Jahren auf 29.000 Unternehmen mit fast 223.000 Erwerbstätigen und einem Umsatz von über 22 Mrd. Euro gewachsen“, betont Wirtschaftssenator Harald Wolf. „Wettbewerbe für die IT- und Kreativwirtschaft werden die bisherigen Förderstrategien ergänzen. ‚Berlin – Made to Create’ – soll dazu beitragen, den Creative Industries in Berlin zusätzliche Impulse zu geben.“