Home > News > Diderot Media mit Soforthoeren.de vor Insolvenz? Geschäftsführer Harald Rieck will in der Branche weiter angreifen

Diderot Media mit Soforthoeren.de vor Insolvenz? Geschäftsführer Harald Rieck will in der Branche weiter angreifen

Harald Rieck mit seiner MP3-Zapfsäule

Ausbleibende Provisionszahlungen, schleppende Informationen – die Downloadportale Soforthoeren.de, Sofortsehen.de und Sofortlesen.de sorgen für Befürchtungen in der Branche: Stecken die „SofortPortale“ in finanziellen Schwierigkeiten?

Gerade erst hat Harald Rieck (Foto), Geschäftsführer der Betreiberfirma Diderot Media, seine mehr als 400 Verlagspartner über Liquiditätsprobleme aufgeklärt, jedoch auch verschiedene Strategien als Hoffnung für die Zukunft angekündigt. BuchMarkt sprach mit ihm über die Gründe der derzeitigen Schieflage und über mögliche Konsequenzen.

„Ich möchte mich für die mangelnden Informationen in letzter Zeit entschuldigen“, beginnt Rieck sein Rundschreiben an die Verlage, die seit gut zwei Monaten auf ihr Geld warten und teilweise schon ihre Produkte aus dem Portal genommen haben. Darunter zum Beispiel das Hörspiel-Label Pandoras Play, dessen Produkte mittlerweile wieder verfügbar sind: „Ich habe letzte Woche ein längeres Gespräch mit Herrn Rieck geführt, und infolgedessen gab es diese Woche die öffentliche Stellungnahme“, erklärt Label-Chef Klaus Brandhorst. „Wir haben deshalb einige Hörspiele wieder aktiviert, denn wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass es dem Portal möglich gemacht wird zu überleben.“

In seiner Stellungnahme schreibt Harald Rieck: „Ich erhoffe in Kürze das Ende des Engpasses durch Mittelzufluss aus Privatinvestitionen. Doch erst wenn Geld auf dem Konto gutgeschrieben ist, kann ich letztlich Entwarnung geben.“ Bei weiteren Verzögerungen stünde ein Einstieg oder eine Übernahme von bereits interessierten Unternehmen im Raum – und als letztes Mittel eine Insolvenz, die „auf allen Seiten Verluste bedeuten“ würde.

So schließt Harald Rieck denn auch in seiner Stellungnahme mit klaren Worten: „Sie können uns helfen, die derzeitige Situation zu meistern, indem Sie uns bis Ende August Zeit geben und weiterhin Ihre Produkte im Portal belassen. Das hilft uns in Verhandlungen mit Investoren und Kaufinteressenten und bewahrt uns mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einer Insolvenz und Sie damit vor Verlusten aus Ihren Ansprüchen.“

Spätestens am Dienstag, 31. August, sollen die Verlage über den Stand der Dinge informiert werden.

Zum Interview mit Harald Rieck: [mehr…]

rw

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige