Das neue Buch von Ladislaus Löb Geschäfte mit dem Teufel. Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kasztner Bericht eines Überlebenden aus dem Böhlau-Verlag ist morgen Thema bei aspekte. Die Redakteurin des aspekte-Beitrags, Jutta Louise Oechler, hat den Autor an seinem Wohnort Brighton, England, besucht.
Ladislaus Löb kam als elf-jähriger im Juli 1944 im KZ Bergen-Belsen an, konnte aber bereits fünf Monate später in einer Gruppe von 1670 jüdischen Männern, Frauen und Kindern die Grenze in die neutrale Schweiz überqueren. Ihre Rettung verdankten sie dem ungarischen Juden Rezső Kasztner, der sie von den Nazis freigekauft hatte. In seinem Buch berichtet Löb von den Verhandlungen Rezső Kasztners mit der SS, von dem Prozess gegen Kasztner in Israel und von seiner Ermordung durch einen jüdischen Extremisten. Seine Rehabilitierung hat Kasztner nicht mehr erlebt.