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Shakespeares „Sommernachtstraum“ als durchtriebenes Kammermusical

Markus Neumeyer, Berthold Possemeyer,
Sabine Fischmann und Till Krabbe

Das erfolgreiche Quartett Sabine Fischmann, Till Krabbe, Markus Neumeyer und Berthold Possemeyer hat sich in diesem Jahr nach der begeistert aufgenommenen Frommen Helene nach Wilhelm Busch [mehr…] Shakespeares Ein Sommernachtstraum vorgenommen und gründlich renoviert.

Das „durchtriebene Kammermusical“, wie es in der Unterzeile heißt, erlebte am Montag, 16. August, ein bejubelte Premiere in der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen. Für den musikalischen Rahmen sorgte in bewährter Weise Markus Neumeyer, der Lieder von John Dowland, Gerald Finzi, Thomas Morley und Felix Mendelssohn-Bartholdy bearbeitete und am Flügel begleitete, Berthold Possemeyer überzeugte als Bass und Sopran gleichermaßen die Zuschauer.

Auf kleiner Bühne und mit wenigen, aber wandlungsfähigen Requisiten agierte die vielseitige Sabine Fischmann mit Namensschwierigkeiten als Hippolyta, spitzzüngig zischelnd als Titania, dogmatisch und mit dem Gehstock fuchtelnd als Egeus, blind verliebt als Hermia, selbstbewusst als Helena, herrlich komisch als Puck und zu guter letzt auch noch als Thisbe im Spiel der Handwerker.

An Sabine Fischmanns Seite überzeugte Till Krabbe als Herrscher Theseus, als eifersüchtiger und trickreicher Oberon, als verliebter Lysander, als Demetrius mit veritablem Macho-Gehabe, als Zettel und großzahniger Esel und als Pyramus im Handwerkerstück.

Am Ende dieses sich von Szene zu Szene steigernden, von Zwischenapplaus begleiteten und die Zuschauer mitreißenden Kammermusicals dankte das Publikum den vier kongenial Agierenden und Singenden mit stehenden Ovationen – erneut ist das Experiment einer Klassik-Adaption, zeitgemäß bearbeitet und zugeschnitten auf die wunderbaren, aber nicht allzu großen Räume des Holzhausenschlösschens, gelungen.

Der Sommernachtstraum ist noch am 19. und 20. sowie vom 23. bis 27. August zu sehen.

JF

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