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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der Bundesinnenminister verrät, wer die besten deutschen Autoren sind

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Es begann, wie Rezensent Rudolf Walther schreibt, als „harmlose Sexaffäre am Hofe des ergeizigen deutschen Kaisers Wilhelm II“ und endete im handfesten Skandal im Jagdschloss Grunewald. Wolfgang Wippermann hat die kaiserlichen Schweinereien recherchiert und als Buch bei Primus herausgebracht.

„Erzählen als Film“: Emmanuel Boves Kabinettstück Schuld erstmals auf Deutsch (Lilienfeld).

Annotationen
Peter Trawny Adyton (Matthes & Seitz) und Roland Merk Wind ohne Namen (Lyrik aus der Edition 8).

„Die Scham des Pornografen“: Wolfgang Hermann Mit dir ohne dich (Haymon)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und die deutsche Wiedervereinigung: Wir haben einen kleinen Nachtrag zu unserem Berich gestern [mehr…]; haben wir doch vergessen mitzuteilen, wer für de Maizière die besten deutschen Schriftsteller sind: Martin Mosebach und Uwe Tellkamp.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Er möge doch von der SPD zur NPD wechseln, hat man ihm gesagt, und SPD-Chef Gabriel, der sich laut Spiegel gerade in einer Realschule zum Thema Integration hat blamiert hat, will ihn gern aus der Partei haben: die Rede ist von Thilo Sarrazin. Am Montag erscheint bei der DVA sein Buch Deutschland schafft ab – da wird es erst richtig zur Sache gehen. Christian Geyer hat das „antimuslimische Dossier“ bereits gelesen: „Sarrazins Buch ist ein Entlastungsversuch einer desorientierten Elite. Kein Zweifel, dass es ein Erfolg wird.“ Zwei Seiten Streitgespräch mit Sarrazin bringt heute auch die ZEIT: „Sind Muslime dümmer?“, S. 5f. Darin gleich am Anfang die Befürchtung, daß das Buch rassistisch mißverstanden werden kann. Zoff gibt es auch mit dem Haus der Kulturen der Welt über eine Veranstaltung mit Sarrazin im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals.

„Bellow ja, Roth nein“: der Streit zwischen Random House und Andrew Wylie ist beigelegt: [mehr…].

„Die Geister deiner Vorfahren“: Gwendolyn MacEwen Die T.E. Lawrence Gedichte (Edition Rugerup) – ist dieser Verlag, einst großkotzig von den Wikipedia-Weisen wegen angeblicher Nicht-Relevanz aus diesem Alle-mal-mitmachen-Lexikon verbannt, wieder aufgenommen? Nö, isser nicht, geht ja bloß um Kultur…

Ralph Dutli über literarische Tauchgänge ins Schwarze Meer: Dessa Transfer (Suhrkamp).

Auch Hannes Hintermeier war bei oben genannter Wiedervereinigungsveranstaltung in Frankfurt.

Annotiert
Fritz J. Raddatz Nizza – mon amour (Arche).

Bob Willoughby hat Audrey Hepburn von 1953-1966 fotografiert. Eine signierte Ausgabe von 1000 Exemplaren gibnt es bei Taschen.

Aus der Not eine Tugend machen: In Paris fehlen wegen der Schulrefom Lehrbücher. Also werden bis Enmde Oktober die Lehrbücher als E-Book freigeschaltet. Zum Nulltarif. Prima Geschäftsmodell.

Neue Sachbücher
„Die Freuden des freien Schriftstellerberufs“: Zwei Bücher illustrieren die Macht der Ursprungslegende des literarischen Marktes: Daniel Brewer The Enlightenment Past (Cambridge University Press) und Geoffrey Turnovsky The Literary Market (University of Pennsylvania Press).

Nachträge zu Manieren: Asfa-Wossen Asserate Draußen nur Kännchen. Meine deutschen Fundstücke (Scherz).

Die Welt

Heute nichts.

Süddeutsche Zeitung

Für Andreas Zielcke wird der Kampf ums E-Book zweischen Random House und Andrew Wylie zur „Schlacht des Schakals“. Er beleuchtet die Hintergründe dieses erbitterten Streits und legt auch dar, daß so etwas qua Gesetzeslage in Deutschland nicht passieren kann: „Der Kampf um E-Book-Erlöse wird deshalb bei uns, wenn er denn einst ebenso entbrennt wie jenseits des Atlantiks, in jeder Hinsicht um einen kleineren Kuchen geführt werden.“

Ein Porträt der Frankfurter Gesellschaft: Martin Mosebachs Was davor geschah (Hanser).

„Von Heidegger über Mussolini nach München“: Wilhelm Büttemeyer Ernesto Grass. Humanismus zwischen Faschismus und Nationalsozialismus} (Karl Alber).

Annotiert
Ermanno Cavazzoni Das kleine Buch der Riesen (Wagenbach).

NZZ

Ganzseitiger Feuilleton-Aufmacher für Jonathan Safran Foers Tiere essen (KiWi).

„Der Aristokrat als Zeitzeuge“: Harry Graf Kesslers Tagebuch der letzten Lebensjahre (Klett-Cotta).

„Ein französischer Autor, der immer noch zu entdecken ist“: Auch hier Emmanuel Boves Kurzroman Schuld (Lilienfeld) – obligarisch für Bove-Liebhaber, schreibt Steffen Richter.

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