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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und jetzt geht’s in Sachen Sarrazin ans Inhaltliche / Absage von Lesungen auf Bild-Titelseite

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Offenbar nicht nur die Auftaktveranstaltung [mehr…], sondern auch weitere andere Lesungen mit Thilo Sarrazin sind abgesagt worden. Die Absagen schaffen es auf die Titelseite der BILD-Zeitung.

Frankfurter Rundschau

Großes Interview mit Karl Schlögel.

Heute erscheint Michael Heatleys Das Mädchen aus dem Song (Schwarzkopf & Schwarzkopf) – Mit dabei ist, nun, nicht ein Mädchen, aber der erstgeborene Junior von John Lennon, Julian, für den Paul McCartney „Hey Jude“ schrieb, als sich sein Papa gerade mal mit Yoko Ono vom Acker gemacht hatte. – Ein faszinierender Blick auf die Popgeschichte. Zwei reich bebilderte Seiten im „Magazin“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Nun, da Sarrazins Buch erschienen ist, muß er sich daran messen lassen: „Es ist schlichtweg unseriös, wie fahrlässig er mit seinen Quellen umgeht“, so heute Frank Schirrmacher auf Seite 1 zum Buch Deutschland schafft sich ab (Deutsche Verlags-Anstalt). Sarrazin spreche faktisch über „Entartung“, ohne freilich das Wort zu nennen: Das Buch „täuscht über seine Grundlagen“.

„Es lebe die Strafzettelmoral“: Raymond Fisman, Edward Miguel Economic Gangsters (Campus) und Diana Ziegleder Wirtschaftskriminalität im Geschäftsleben (Nomos).

„Karate mit Altphilologen“: Mariana Leky Die Herrenausstatterin (DuMont).

„Rettende Musik“: Maria Angels Anglada Die Violine von Auschwitz (Luchterhand).

Die Türkei bleibt gelassen – Sarrazin sei zwar keine schöne Stimme, aber nur eine unter vielen, meint die deutsche Redaktion von Hürriyet. Nils Minkmar hat sich seinen Auftritt bei Beckmann angesehen, da hat er, der vor der Dummheit anderer warnt, wohl eher mit Begiffsstutzigkeit „geglänzt“.

Süddeutsche Zeitung

„Der Volksverbesserer“: Nun geht’s ins Grundsätzliche, Thomas Steinfeld beleuchtet nach der Lektüre des Buches „Thilo Sarrazin und das Erbe der Sozialdemokratie“ und berichtet, dass erst im letzten Kapitel Lösungen zu finden sind. Und die seien politisch gesehen nichts Ungewöhnliches. Dabei erkennt er Parallelen zu Positionen der schwedischen Sozialdemokratie von 1934.

„Ich will nicht mit Dinosauriern spielen“: DEr Französische Philosoph Michel Serres, der nun 80 Jahre alt ist, im Interview über das neue Denken, die neuen Kulturen und unser Verhältnis zur Natur.

„Dese Straßen haben immer neue Gedanken“: Stephan Wackwitz spaziert durch die Fifth Avenue (S. Fischer)

„Uner den Arkaden“, titelt die Zeitung zum Tod von Medientheoretikerin und Juristin Cornelia Vismann.

Rochus Stordeur erhält den Ehm-Welk-Preis.

„Kommune und Kapital“: Für Diogenes Hörbuch hat Johannes Steck Ggrand Cru, den zweiten Fall für Bruno von Martin Walker ein bisschen märchenonkelhaft eingelesen.

„Kopfbalance bis zur Gehirnerschütterung“: Zu seinem Abschied hat Jürgen Flimm das Büchlein Das Salzburger Kapitel 1987 – 2010 über seine glücklose Salzburger Zeit beim Müry Salzmann veröffentlicht, aber Tacheles redet er darin nicht.

Die Welt

Blumenbar bringt Tom McCarthy Tim & Struppi und das Geheimnis der LiteraturWieland Freund berichtet.

„Fehde um Franzen“ – Daniel Sundermann darüber, daß der Autor sich ungern durch die mediale Mühle drehen läßt. Sympathisch.

Berliner Zeitung

Große Reportage über Justin Cronin.

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