„Meine Vorsicht von vor zwei Jahren ist in Euphorie umgeschlagen“, sagt Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski heute gegenüber den Wirtschaftsredakteuren der Süddeutschen Zeitung und beschreibt damit seine Stimmung hinsichtlich digitaler Geschäfte.
Anlass zum Gespräch sind die guten Verdienste der Gütersloher, die die Halbjahreszahlen offenbar ausweisen. Allerdings seien die Erlöse aus Aktivitäten mit digitalen Medien darin auch nicht ausgewiesen, heißt es und Ostrowski verteidigt: „Für uns ist das Digitalgeschäft ein integraler Bestandteil“. Eine Milliarde Euro will er aber damit bereits umgesetzt haben, schätzt der Konzernchef und will die Zahl „in den nächsten Jahren“ verdoppeln.
Bei Zukäufen bleibt Ostrowski aber vorsichtig statt euphorisch. Er wolle mit eigenen Marken organisch wachsen. Internetnutzer orientierten sich an Marken, die sie aus der analogen Welt kennen.