Für den Nachfolge-Titel des SPIEGEL-Bestsellers „Das Buch ohne Namen“ ist seit heute bereits die Website zum Buch online (s. Abb.) , obwohl „Das Buch ohne Staben“ erst am 27. September 2010. Aber dahinter steht ein Konzept:
Denn damit geht die virale Online-Kampagne rund um das neue Buch des Autors (der immer noch anonym ist und den angeblich auch der Verlag nicht kennt) jetzt in die zweite Runde.
Lübbe-Werber Mathias Siebel, der sich die Kampagne ausgedacht hat („kostet weniger

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als man denkt“) erzählt, dass bereits Anfang August ca. 750 Journalisten, Blogger und vor allem Buchhändlerazubis sowie Horror- und Fantasyleser „Das Buch ohne Staben“ als Blank Book (ein Buch mit weißen Seiten) bekommen hatten; zusammen mit einem Anschreiben, das vor den tödlichen Nebenwirkungen der Lektüre warnte und „Hasardeure, Abenteurer und Glücksritter wurden aufgerufen, sich bis Freitag, den 13. August, dem Kampf gegen Bourbonkid, dem mordenden Antagonisten des Buchs anzuschließen. Mehrere hundert User sind dem Aufruf gefolgt und erhielten vom Verlag ein „richtiges“ Leseexemplar (mit (Buch)staben).
Siebel hat einige kleine Gehässigkeiten ins Konzept eingebaut: „Was die User bis dato nicht wussten: Bourbonkid ist Ihnen bereits auf den Fersen und wird sich bald per Videobotschaft bei Ihnen melden „; die Kampgane geht also noch weiter.
Was er meint: Durch Klick auf den Screenshot kommt man auf die Webseite www.bourbonkid.de, auf der „die üblen Gestalten aus dem Buch zum Leben erwachen: Elvis, der härteste Killer, der sich je für den King hielt und der Reverent, der einzige Priester, der mit einer abgesägten Schrotflinte predigt – es ist aus meiner Sicht die mit Abstand gemeinste Webseite der Welt.“
Große Worte? Probieren Sie es aus – das Motto der Seite: „Bad news are good news und schlechte Nachrichten sind ihr Geschäft!“. So können Besucher der Seite den Reverent oder Elvis per Videobotschaft zu Freunden, Bekannten oder Kollegen schicken, um „Ihnen so richtig die Laune zu verderben“. Das besondere an den Botschaften ist, dass man ein Foto des „Opfers“ in das Video integrieren kann und so eine individuelle Ansprache möglich ist. Er wurde heute übrigens 34 – und wird jetzt gespannt sein, ob er von Elvis oder dem Reverent Geburtstagsgrüße mit seinem Bild bekommt…