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Velbrück Wissenschaft: Jubiläum mit Kolloquium und Pressegespräch

Hans-Georg Soeffner und Friedhelm Herborth

Am vergangenen Freitag hatte der Verlag Velbrück Wissenschaft anlässlich seines zehnjährigen Bestehens ins Gästehaus der Goethe-Universität Frankfurt zu einem internationalen Kolloquium eingeladen. Anschließend fand ein Pressegespräch zu Themenschwerpunkten des Verlages statt.

Autor Hans-Georg Soeffner begrüßte die Risikobereitschaft des im Frühjahr 2000 mit dem ersten Programm startenden Verlages, Neues zu publizieren und alle Denkrichtungen zuzulassen. So entstand in zehn Jahren der Basisverlag für Geisteswissenschaften, dessen Programm Friedhelm Herborth [mehr…] verantwortet.

Über sein gerade erschienenes Buch Symbolische Formung, das sich mit Symbolen und Ritualen beschäftigt, ihre Stärken und Gefahren beschreibt, informierte Hans- Georg Soeffner anschließend.

Bernhard Giesen stellte sein Buch Zwischenlagen vor. Er widerspricht darin der Meinung, dass die Welt eindeutig sei und Kultur als ein System binärer Unterscheidungen betrachtet. Vielmehr sollte die wechselnde, aber gemeinsame Deutung der Welt – und nicht ihre individuelle Nutzung –, die wechselnde Vorstellung von Identität – und nicht die Annahme einer universellen Rationalität – in den Focus kulturwissenschaftlicher Soziologie gerückt werden.

Mit dem Zusammenhang von Gehirn und Gesellschaft befasst sich Werner Vogd im gleichnamiger Buch. Er setzt sich mit den vielfältigen Beobachtungsperspektiven der Gesellschaft und der Hirnforschung in fünf Studien auseinander. Die Soziologie stellt sich dem Dialog mit den Kognitions- und Hirnwissenschaften.

Der Hausherr und Vizepräsident der Goethe-Universität, Matthias Lutz-Bachmann, stellte das Buch Kosmopolitanismus, das er gemeinsam mit Andreas Niederberger und Philipp Schink herausgegeben hat, vor. Zunächst wird im Band die Idee einer kosmopolitanen Ordnung in der philosophischen Tradition von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet. Die These, dass der Kosmopolitanismus auch als Grundlage einer die Welt umspannenden politischen Ordnung verstanden worden ist, steht dabei im Mittelpunkt.
Die Diskussion darüber, wie relevant kosmopolitane Philosophie für drängende zeitgenössische Probleme, aber auch für die systematischen philosophischen Fragestellungen hinsichtlich Legitimität und interner Verfassung politischer Ordnung ist, schließt sich an.

Über sein ebenfalls in diesem Jahr erschienenes Buch Das flexible Vielfachwesen sprach Hans Lenk. Diese Einführung in die moderne philosophische Anthropologie fordert, das Wissen um die Lage und die Fähigkeiten des Menschen in ein Gesamtbild zu bringen und interdisziplinär zu betrachten.

Nach diesen Buchvorstellungen bat Velbrück-Programmleiter Friedhelm Herborth zu einem Empfang.

JF

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