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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Pro und Contra zum Buch über die Geschichte des Auswärtigen Amtes unter Hitler

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Ein bißchen befremdlich ist die Vorstellung ja schon, daß ausgerechnet die NS-Diplomatie in den Holocaust nicht einbezogen gewesen sein soll. War sie natürlich. Darüber wundern sich nun alle, die sich nicht gewundert haben, daß so einige Diplomaten in den Bundesrepublik ihre im „Dritten Reich“ begonnene Karriere nahtlos fortgesetzt haben, wie man es z.B. auch bei Politikern, Juristen, Künstlern beobachten konnte… Wie auch immer, nun kann man im Buch Das Amt und die Vergangenheit bei Blessing alles darüber nachlesen.

Jane Austen war schlampig mit ihren Manuskripten, hat jetzt die Anglistin Kathryn Sutherland herausgefunden (auch hier die Frage: wieso erst jetzt?). Aber irgendwie ist das auch für alle Schreiber ein bißchen beruhigend, oder?

„Bücher sind schon lange nicht mehr, was sie einmal waren“: daß Harry Nutt sich zu einer Überschrift hinreißen läßt! Naja, bei E-Books, Open Access und so weiter kann einem das schon mal passieren.

Großes Interview mit Roberto Saviano.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gestern auf Seite 1 der WELT, heute in der FAZ: Keith Richards mit Kippe. Natürlich zum Thema, wie der Staat mal wieder die Raucher statt die Industrie zur Kasse bittet. Kennt man aber doch schon, muß man sich nur merken für die nächste Wahl.

„Zum Tanztee mit Weltzerstörern“: Thomas David ist mit John le Carré durch Bern gestreift.

Viele fürchten, daß Keith Richards’ Memoiren Life (Heyne) das endgültige Ende der Rolling Stones bedeuten. Aber dann bitte vorher eine bestimmt letzte Welttour!

„Afrikanische Farbenlehre“: José Eduardo Agualusa Die Frauen meines Vaters (A1).

Philip K. Dick Stimmen der Straße (Liebeskind).

Kamila Shamsie Verglühte Schatten (Bloomsbury Berlin).

Richard Dawkins Die Schöpfungslüge (Ullstein).

Annotationen
Marc Degens Unsere Popmoderne (Verbrecher)

Gustave Flaubert Bouvard und Pécuchet (Insel).

Süddeutsche Zeitung

„Ich glaube, ich habe eine sehr schöne Idee“: Siegfried Unselds Chronik 1970 (Suhrkamp), die die Jahre von 1967 bis 1970 umfasst, ist ein Dokument aus kühnen, klugen, höflichen Zeiten.

„Der Landgang eines Kapitäns“: Fabrizia Ramondinos Roman La Via (Neapel) kreist in vielen Schleifen rund um die Geschichten des nördlichen Neapel und hat seinen Zauber.

Kurz besprochen wird unter:
< "Feuchter Tagtraum": Christoph Schweinickes aberwitzige Anglererlebnise in Das Glück am Haken, Droemer.

Der britische Germanist Hugh Barr Niesbet erhält den Hamann-Forschungspreis.

Epos nicht fürs E-Book? Das Meinungsforschungsinstitut Nielsen hat die Nutzung des iPads untersucht. 39 Prozent der befragten Amerikaner geben an, mit ihrem iPad regelmäßig Bücher zu lesen – allerdings nur zwischen 16 und 30 Minuten, nur 7 Prozent lesen mehr als zwei Stunden pro Tag Texte. In einem einzelnen Buch lesen 40 Prozent weniger als 15 Minuten, 32 Prozent lesen 16 bis 30 Minuten und 10 Prozent lesen ein bis zwei Stunden.

„Wanderer aufgepasst!“: Von SZ-Autoren wird Sebastian Herrmanns Buch Über alle Berge (Malik) vorgestellt.

Die Welt

„Hitlers willige Diplomaten“: Auch hier: Das Amt und die Vergangenheit (Blessing). Ganseitig. Aber: Christian Hacke bemängelt: der Bericht zur Geschichte des AA sei sehr einseitig.

Financial Times Deutschland

Der amerikanische Verlag Pearson profitiert vom Boom der digitalen Lehrmittel. Man stufte seine Gewinnerwartungen zum zweiten Mal herauf. Der Bildungsmarkt macht nun 65 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Umsatz sei in den vergangenen neun Monaten um sieben und der Gewinn um 15 Prozent gestiegen. Dazu hätten vor allem das E-College mit seinen Online-Kursen beigetragen. Hinzu kommt ein wachsender Bedarf nach Englischkursen auf dem internationalen Markt, den das Unternehmen offenbar zu bedienen weiß.

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