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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Günter Grass protestiert gegen Abschiebung von 8500 Roma

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Günter Grass kritisiert, dass sich alle über Frankreich aufregen, aber gleichzeitig aus Deutschland zahlreiche Roma in den Kosovo abgeschoben werden. Grass schrieb an Innenminister Thomas de Maiziére, der 8500 Roma auf der Liste hat, die schrittweise außer Landes gebracht werden sollen.

„Wie eine Globalspinne“, so erscheint Victoria Ocampos in der gleichnamigen Biografie in Selbstzeugnissen (Aufbau) dem Leser.

Patrick Lapeyre erhält den französischen Prix Femina für seinen bisher nicht übersetzten Roman La vie est brève et le désir sans fin (Das Leben ist kurz und das Verlangen ohne Ende). Sofi Oksanen erhält für Fegefeuer (Kiepenheuer & Witsch) den Preis für den besten ausländischen Roman.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Apropos Lesen: Das Blatt, hinter dem angeblich immer ein kluger Kopf stecken soll, mokiert sich über Silvio Berlusconi, der gestern seinen Untertanen das Lesen von Zeitungen verboten hat. Es sei „besonders schade um die heutige Seite 3“, wo die FAZ alle Lügengeschichten des Nebenerwerbsmedienmogul noch einmal aufgezählt hat.

„Die Kuh als Hobby ist obszön“: Der Allgäuer Romuald Schaber schildert in Blutmilch (Pattloch) die bedrohte bäuerliche Lebenswirklichkeit mit einer poetischen Kraft, die den Agrarfunktionären unheimlich sein muss.

„Im Reich der Oberhexe Baba Jaga“: in Ihrem ersten Roman Katzenberge erprobt Sabrina Janesch poetologisch anspruchsvoll neue Formen des Erinnerns (Aufbau).

Süddeutsche Zeitung

„Ein Strom aus Licht, Kraft und Wärme“: Heinrich Hausers Reportage Schwarzes Revier (wieder neu bei Weidle) aus dem Jahr 1928 beschreibt die Faszination der frühen Technik und ihre Mythologien.

„Wie Menschen ein Obdach brauchen, haben sie ein Recht auf Behausungen“: findet die amerikanische Philosophin Martha C. Nussbaum und wagt in Die Grenzen der Gerechtigkeit bei Suhrkamp eine Wiederbelebung des Naturrechts.

Antonie Kienlechner, die uns Deutschen mit Radioreportagen, Filmübersetzungen und dem Roman Maremma Italien nahegebracht hat, ist gestorben.

Die Welt

Heute nichts für uns.

Financial Times Deutschland

Rupert Murdoch hat 105.000 Online-Leser bei seinen britischen Tageszeitungen The Times und Sunday Times gezählt, die nun für die Inhalte auch bezahlen. Dabei hat er Kindle- iPad- und Internet-Leser schon alle mit drin. Dazu kommen noch 100.000 Print-Abonnenten. Es ist das erste Mal, dass ein Zeitungshaus seine Zahlen offen legt.

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