
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Heute nichts für uns.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Der in München lebende Historiker australischer Herkunft Christopher Clark wurde von Bundespräsident Christian Wulff mit dem Preis des historischen Kollegs für sein Buch Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600-1947 (Pantheon) ausgezeichnet.
„Teilen lernt nur, wer es schon kann“: Michael Tomasello widmet in Warum wir kooperieren der alten Frage, was uns eigentlich zu sozialen Wesen macht, mit empirischen Mitteln und sieht uns von Natur aus zur Zusammenarbeit begabt (Suhrkamp).
„Worte, die im Dunkeln der Nacht lodern, sind am Morgen bloß noch Asche“: Erstmals liegt Jean-Pierre Abrahams Leuchtturm von 1967 auf Deutsch vor (Jung & Jung).
Abgedruckt findet sich die Laudatio von Alice Schwarzer auf Necla Kelek, die am Samstag mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung geehrt wurde. Vor sechs Jahren habe sie mit ihrem Buch Die fremde Braut (Kiepenheuer & Witsch/Goldmann) das Schweigen über das Elend der Frauen unter dem Gesetz der Väter gebrochen, letztes Buch Die verlorenen Söhne, Bittersüße Heimat und Himmelreise (ebenfalls Kiepenheuer & Witsch/Goldmann].
Süddeutsche Zeitung
„Einer wie kein anderer“: Martin Walser berichtet über sein verhindertes Gespräch mit Ernst Jünger.
„Verruf und Widerruf“: In Polen sorgt eine neue Biografie über die Partnerin von Wladyslaw Szpilman (Angeklagt – Vera Gran) für eine Affäre. Dabei greift die Autorin Agata Tuszynska lediglich auf eine längst vorliegende Veröffentlichung seiner Partnerin Vera Gran zurück.
„Unter Lust und Wehen andächt’ger Aufenthalt“: Detlev Arens erkundet in Der deutsche Wald (Fackelträger) denselben, ungeheuer reich an Wissen, unterhaltsam und voller Überraschungen.
„Seine Majestät, das große Lesepublikum“: Helmut Böttiger macht sich darüber Gedanken, wie in der Literaturkritik ästhetische Urteile immer mehr unter Konformitätsdruck geraten. Er kommt zur Auffassung, dass der Deutsche Buchpreis des Börsenvereins für Buchhändler und Medien weitaus wichtiger geworden ist als der Büchner Preis. Obwohl dieser Preis den „besten Roman“ finden will, sei er eher ein Preis „für das vermutlich verkäuflichste, am ehesten Auslandslizenzen eineimsende, am gefahrlos der Tante unter den Weihnachtsbaum zu legende und dennoch ganz gute Buch“. Und kommt zum Schluss, wir würden uns von der Maxime Arno Schmidts immer weiter entfernen, wonach eine Annäherung nicht von Seiten des Künstlers stattzufinden habe, sondern „das Volk sich gefälligst zu Kunst hinbemühen“ solle.
„Ungewöhnlch hoffnungsreich“: In seiner Biografie Alles, was süß ist, lockt mich weitet Autor Jörg Aufenanger das den Bericht über 40 Tage im Leben von Heinrich Kleist zu einem Portrait, das ihn wie einen entfernten Bekannten erscheinen lässt.
„Ironie plus Typographie“: Martin Z. Schröder hat Texte von Max Goldt in Zentenar Fraktur gesetzt und ein Satzbild wie aus der Gutenberg Bibel geschaffen, Max Goldt nackt in einem Märchenschloss voll wirklich schlechter Menschen/typograficcally directed by Martin Z. Schröder, Verlag letterberlin.
Ian Flemming will seine Bond-Romane der Backlist ohne Verlag als E-Book publizieren. Er will mehr damit verdienen.
„Im Namen der gerechten Sache“: Der Sammelband Ökonomie im Kalten Krieg von Bernd Greiner u.a. hrsg. zeigt horrende und abstruse Effekte des Konflikts und wie dieser die deutsche Wirtschaft beeinflusst hat (Hamburger Edition).
„Armer Piefke“: Piefke – Kulturgeschichte einer Beschimpfung aus der Edition Va Bene zeigt wie die Österreicher die Deutschen schmähen.
Die Welt
In einer kurzen Meldung lesen wir, dass es Mario Vargas Llosa bei seinem Verlagswechsel nicht „in erster Linie“ ums Geld gegangen sei, das zumindest dementiert Agentin Carmen Balcells. Die Entscheidung zum Wechsel sei bereits vor der Nobelpreisverkündung gefallen. Laut „Focus“ soll aber ein siebenstelliger Betrag geflossen sein. Balcells widerspricht damit der Suhrkamp-Darstellung, dass der Wechsel das „Ergebnis eines harten Bieterwettbewerbs“ gewesen sein soll.
Der Bestseller Das Amt ist ein „Anti-Sarrazin“ und zeige, dass Deutschland sein Heil nicht mehr in Eliten suchen darf, so Alan Poser.