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VEMAG-Vorstand Jürgen Horbach wird neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der KV&H Verlag GmbH – warum?

Jetzt steht fest, wer Nachfolger des vor wenigen Tagen überraschend ausgeschiedenen Ulrich Granseyer in der Geschäftsführung der Kalendergruppe KV&H wird: Das wird Jürgen Horbach (Foto) – was hinter den Kulissen schon gehandelt, aber nicht bestätigt wurde.

Vor allem wurde aber darüber spekuliert, ob das Ausscheiden von Ulrich Granseyer der Anlass gewesen war, den bisherigen Vorstandsvorsitzenden der VEMAG Verlags- und Medien AG anzuheuern. Doch dass der am 1. Januar kommt, das stand schon vorher fest. Und auch, dass er sich den Vorsitz mit Claudia Knauss teilen wird, die auch das Programm des Heye Verlags verantwortet.

Der KV&H Verlag (eine Fusison zwischen Heye und dem Kalenderverlag Mannheim) gehört zur Cornelsen-Gruppe und bringt jährlich etwa 1.000 Kalender auf den Markt, dazu kommen noch ein Puzzleprogramm sowie Papeterie-

Jürgen Horbach

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Für Horbach sind wohl einige Dinge zusammengekommen, die ihn gereizt haben, noch einmal diese neue Herausforderung anzunehmen: Eine erste Anfrage seitens Cornelsen hatte es schon im Frühjahr gegeben, seither hat man immer wieder miteinander gesprochen. Was den ausgewiesenen Strategen und Schatzmeister des Börsenvereins aber offensichtlich gereizt hat, ist, dass bei der Gruppe KV&H jetzt im Jahr Eins nach dem Zusammenschluss der beiden Kalenderverlage noch die Weichen für die Zukunft des jetzt deutlichen Marktführers im Kalendergeschäft gestellt werden können und wohl auch müssen – eine anspruchsvolle Aufgabe, für die sich derzeit nicht viele Verlegerpersönlichkeiten anbieten.

Die Wahl von Horbach spricht dazu dafür, dass man künftiges Wachtum nicht nur im Inland sieht. In 2011 dürfte zwar es sicher noch Konsolidierungsbedarf in der Zusammenführung der einzelnen Bereiche nach der Fusion geben, aber die Wachstumsfelder – vor allem im Ausland – scheinen bereits definiert.

Horbach mag es nicht schwergefallen sein, Köln zu verlassen. Dass die Gesellschafter der Vemag offensichtlich verordnet haben, ihr Geschäftsmodell wieder verstärkt den Geschäftsfeldern in den Nebenmärkten anzupassen, ist allein schon am Verkauf des Boje Verlags deutlich geworden: Die von Horbach im Auftrag der Gesellschafter betriebene Aufbauarbeit bei den Verlagen Boje und Fackelträger und ebenso die Renovierung der Programme bei Komet und NGV waren damit obsolet – kein Geheimnis, dass es darüber zu unterschiedlichen Auffassungen uber das zukünftige Programmdesign bei der Vemag gegeben hat.

KV&H bietet (nicht zuletzt durch die Einbettung in den dezentral agierenden Cornelsen-Verbund) alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit mit Perspektiven in einem sehr stabilen und wachsenden Markt; eine verlegerische Herausforderung für einen Mann mit seiner Erfahrung als Verleger im Ratgeber- und Boulevardbereich, aber auch mit großer Erfahrung und Erfolgen als Verleger anspruchsvoller Programme (lange hat er die DVAgeführt).

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