In einem ausführlichen Bericht hat sich das Handelsblatt mit den Hoffnungen der Bibliotheken auseinandergesetzt, die diese mit der Digitalisierung der Bücher verknüpfen. Anlass: Bereits in einem Jahr soll die Deutsche Ditgitale Bibliothek (DBB) ans Netz gehen. Ein ehrgeiziger Zeitplan, denn das Projekt wird nicht wie in Frankreich staatlich gefördert. Und es fehlt ein öffentlicher Diskurs.
„Die Bibliotheksdirektoren haben in den vergangenen Jahren feststellen können, dass jeder Digitalisierungsschritt nicht weniger, sondern mehr Menschen in ihre Büchertempel getrieben hat. Das mag paradox klingen. Aber wenn ein Buch leichter zu finden ist, dann wird es auch öfter gelesen. Und die Bibliothek ist immer weniger ein bloßer Aufbewahrungsort für Bücher. Gerade die durchs Internet sozialisierten Studenten schätzen sie als Ort der Muße, der Begegnung, der gemeinsamen Arbeit“, heißt es zum Beispiel.