
Der Schweizer Nationalrat will keine Ausnahmen von der Preisbindung [mehr…] und hat den Geltungsbereich des Gesetzes überraschend auch auf den Onlinehandel ausgedehnt. Was das bedeutet, erläutert SBVV-Geschäftsführer Dani Landolf im Interview:
buchmarkt.de: Wie erklären Sie den plötzlichen Umschwung in Sachen Preisbindung?
Dani Landolf: Es ist uns gelungen, in vielen Gesprächen klarzumachen, dass wer eine Preisbindung befürwortet – wie das beide nationalen parlamentarischen Kammern im Grundsatz bereits getan haben – diese nicht via Ausnahmeregelungen für den Online-Handel aushebeln kann.
Können wir nun alle aufatmen, oder gibt es noch weitere Fallstricke?
Durchatmen ist wohl das bessere Wort. Die Arbeit geht im Januar weiter.
„Wir sind wieder im Rennen“, haben Sie die Nationalrats-Entscheidung kommentiert. Was sind jetzt die vordringlichsten Aufgaben für den SBVV?
Hätte der Nationalrat gestern anders entschieden, wäre das Preisbindungsgesetz praktisch tot gewesen. Jetzt aber können wir die nächste und hoffentlich bald letzte Hürde in Angriff nehmen und versuchen, dem Ständerat zu erklären, weshalb eine Preisbindung nur dann die gewünschten Effekte zeigt, wenn sie auch für alle Absatzkanäle gilt.