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Erster Verlag von Anhängern Mubaraks in Ägypten angegriffen

Die unabhängige Zeitung El Shorouk wurde gestern nachmittag von über 50 mit Messern und Steinen bewaffneten Anhängern des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak angegriffen, meldet soeben die Frankfurter Buchmesse und ruft zu Solidarität mit den Kollegen auf.

Wie es heißt, stellten sich Nachbarn sowie Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und Journalisten schützend vor das Verlagshaus der Zeitung, die zur Shorouk Gruppe – der größten Verlagsgruppe der arabischen Welt – gehört. Der Verlagschef Ibrahim el Moallem, zugleich Vizepräsident der International Publishers Association (IPA), sagte während der Attacke über Mobilfunk: „Die Regierung benutzt Schlägertrupps, um die Ordnung wiederherzustellen (…). Das ist ein Angriff auf die Menschenrechte von ägyptischen Bürgern.“

Tobias Voss, Leiter der Internationalen Abteilung der Frankfurter Buchmesse, unterstützte den Aufruf der IPA und fügte hinzu: „Meine Kollegen und ich sind in engem Kontakt mit ägyptischen Verlagen und beobachten die Situation mit Sorge. Ich hoffe, dass sich derartige Übergriffe nicht wiederholen und dass freies Publizieren in Ägypten bald möglich sein wird.“ Jens Bammel, Generalsekretär der IPA, unterstützte die Verteidiger des Verlagshauses umgehend verbal: „Der Angriff auf das Verlagshaus (…) ist untragbar. Der Kampf um Veränderung in Ägypten ist noch nicht gewonnen.

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