
Der Veranstaltungsort war treffend gewählt: In einem Hörsaal des Berliner Naturkundemuseums präsentierte Katrin Hahnemann gestern ihre druckfrische Biografie über die britische Schimpansenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall.
Der Kinofilm „Jane’s Journey“ hatte Jane Goodall im vergangenen Jahr einem breiten Publikum bekannt gemacht. Nun legt die Berliner Autorin Katrin Hahnemann Jane Goodall für Kinder ab acht Jahren vor. Es ist ihr vierter Titel in der Wer ist das?-Reihe bei Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher. Bisher sind von ihr Biografien über Mahatma Gandhi, Charles Darwin und Martin Luther King erschienen.
Drei fünfte Schulklassen waren ins Museum gekommen um mehr über Jane Goodall zu erfahren. Katrin Hahnemann erzählte aus dem bewegten Leben der heute 77Jährigen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass Goodall schon als Kind Tiere liebte und sich als 23-Jährige ihren Kindheitstraum erfüllte und nach Afrika ging um Schimpansen zu erforschen. Ihre langjährige Arbeit machte sie auch in der Welt der Wissenschaft berühmt.
Das junge Publikum hatte nach dem lebendigen Vortrag der Autorin viele Fragen. Ob es Jubilee, den Stoffschimpanesen, noch gebe, den Jane als Kind von ihrem Vater geschenkt bekam? Ja, er sitzt fast kahlköpfig in ihrem Haus in England. Und ob Katrin Hahnemann Jane Goodall selbst getroffen habe? In München sei sie ihr bei einer „Roots & Shoots“ Veranstaltung begegnet, erzählte sie.
Das Sozialprojekt hat Jane Goodall 1991 ins Leben gerufen um junge Menschen zum Engagement gegen die Zerstörung der Umwelt zu ermutigen. Heute gibt es Roots &Shoots Gruppen in über 120 Ländern. Roots stehe für die Wurzeln, die sich unterirdisch ausbreiten und dem Boden Halt geben; Shoots, Sprösslinge, könnten auf ihrem Weg ans Licht sogar Mauern durchbrechen, erläuterte Julia Thurau vom Jane Goodall Institut.
Sie liebe es auf einem „Roots & Shoots“ Festival zu sein, sagt Jane Goodall in einem Interview, das auch im Buch abgedruckt ist, mit all den aufgeregten Jugendlichen, die ihr davon erzählen, was für erstaunliche Projekte sie haben, um „dafür zu werben, in Frieden und Harmonie zu leben, nicht nur unter uns Menschen, sondern auch mit der Natur.“ Dazu trägt nun auch die Biografie bei.
ML






