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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Annette Pehnts vergnüglicher Schlüsselroman „Hier kommt Michelle“ als Überraschungserfolg

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Der Westen ist schon häufig untergegangen“, so der Historiker Fritz Stern über die Krise des alten und neuen Kontinents, seine letzen Veröffentlichungen: Der Westen im 20. Jahrhundert. Selbstzerstörung, Wiederaufbau, Gefährdungen der Gegenwart, Wallstein (2008); Helmut Schmidt, Fritz Stern: Unser Jahrhundert: Ein Gespräch, Kiepenheuer & Witsch.

„Das O-Wort“: Leg Jurjew stellt Überlegungen an, ob es eine osteuropäische Literatur gibt und kommt zum Schluss: „Von außen betrachtet ja, von innen gesehen eigentlich nein.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Annette Pehnts Roman Hier kommt Michele erweist sich als vergnüglicher Schlüsselroman über die Freiburger Hochschule, eine Literturbetriebsposse, für die sich zunächst niemand erwärmen konnte. Dann fand er in der Edition Textmission im josfritz verlag doch noch einen passenden Verlag – und wurde zum Überraschungserfolg, so die FAZ. Es kann nur beim Verlag bestellt werden. Jetzt will Piper doch noch das Taschenbuch nachdrucken. (Es kostet allerdings jetzt schon nur neun Euro.)

„Ein Hohelied auf die Inkonsequenz“: Knut Hamsun schaffte den Sprung vom Schuhmacher zum Nobelpreisträger, Ingar Sletten Kolloens gleichnamige Biografie über ihn lädt zur Wiederentdeckung einer komplizierten Persönlichkeit (Landt Verlag) ein.

„Die Buntstifte der Kindheit“: In der schlichten Prosa von Dragan Aleksićs Vorvorgestern leuchtet eine Glückswelt, die dennoch kein Idyll ist (Matthes & Seitz).

„Wo bitte geht’s hier nach Hause?“ (Was für eine Überschrift am Freitag Morgen): Ruth Cerha versucht in Kopf aus den Wolken die Welt auf Reisen zu vergessen, leider rumpelt die Prosa so gewaltig, dass man nach Hause möchte.

„Im Zeitrausch“: Anotnio Tabucchi wagt sich in Die Zeit altert schnell (Hanser) an den Kern der Dinge.

„Sollen Taxifahrer lieber nicht an Gott glauben?“: Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet (Die Aufsteigerrepublik) ruft Thilo Sarrazin hinterher, er sei religionsfeindlich.

Süddeutsche Zeitung

„Die Geister des grünen Hügels“: Zur Wirkungsmacht eines Genies wie Richard Wagner gehört eine gewisse Gewalttätigkeit, so Udo Bermbach nach der Sichtung des Augiasstalls der Ideologie von Bayreuth, die er mit Richard Wagner in Deutschland bei J.B. Metzler vorlegt. Passend zur Eröffnung der Festspiele am Montag, wos mit Tannhäuser los geht.

„Verrückt und zugenäht“: In ihrem Roman Bübische Hände (Wagenbach) erzählt die Französin Emanuelle Pagano weibliche Leidensgeschichten von quälend abgründiger Körperlichkeit.

Der Uwe-Johnsen-Förderpreis geht an Judith Zander (Debüt-Roman: Dinge, die wir heute sagten )

Lisa-Marie Dickreiter erhält den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis für Vom Atmen unter Wasser

Die Welt

Das Münchener Architekturmuseum zeigt die Geschichte von Bibliotheksbauten seit Michelangelo.

Financial Times Deutschland

Die Zeitung liefert per Foto den Beweis für eine Meldung, die gestern schon kursierte: Die Chinesen haben Apple-Stores kopiert. Also falls Sie in China Ihrer Buchhandlung begegnen, haben Sie irgendetwas richtig gemacht. Der Gag auf dem Foto aus der Stadt Kunming: Einer der Kunden im Hintergrund trägt eine Tasche mit dem Verlagslogo von de Gruyter. Der Verlag sollte mal prüfen, ob die Tasche nicht auch ein Imitat ist.

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